Thomas Rappold
Die Computer Electronics Show in Las Vegas, die traditionell am Jahresanfang das Leitbarometer für die neuesten Entwicklungen in der Computertechnologie darstellt, strotzte auch dieses Jahr vor Optimismus. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr die ultragroßen 8K-Fernseher sowie der neue Mobilfunkstandard 5G. Ein Unternehmen sorgte wieder einmal für reichlich Gesprächsstoff in den gut besuchten Messehallen, obschon es regelmäßig durch Abwesenheit glänzt: Apple.
Zuletzt musste das Unternehmen massiv Prügel bei den Investoren einstecken, nachdem Apple seit über fünfzehn Jahren wieder eine Gewinnwarnung abgab. Die Kritik an CEO Tim Cook und seiner Strategie bei den nächsten Quartalszahlen am 29. Januar keine Absatzzahlen der iPhones mehr zu vermelden wächst. Apple will zur Service Company mutieren um damit von der Wall Street und Investoren höher wertgeschätzt werden und mit dem alten Rivalen Microsoft gleichziehen.

Apple auch für Nutzer ohne Apple

Bereits unter Steve Jobs wurde der Unternehmensname von „Apple Computer“ auf einzig „Apple“ reduziert als Manifest für ein neues Apple Zeitalter jenseits von Computern. Auf der CES wurde nun verkündet, dass Apple seine Softwareprodukte Airplay und iTunes zum ersten Mal auf neue Fernseher und noch dazu beim Erzrivalen Samsung aufspielen wird. Dies kommt einer Revolution gleich und macht iTunes und Apple Streaming für eine breite Nutzerbasis, die über keine Apple Hardware verfügen, zugänglich.

Langfristiges Denken

Der Beaming Service Airplay soll 2019 zudem alle wichtigen Marken wie Sony, Vizio und LG unterstützen. Somit können all diejenigen, die iPhones und iPads besitzen, über Airplay iTunes Inhalte auf jedes beliebige Fernsehgerät beamen. Noch in 2019 dürfte ein eigener Videostreamdienst an den Start gehen und Netflix und Amazon Konkurrenz machen. Gegenüber dem Sender CNBC äußerte sich Cook betont optimistisch: „Wir denken langfristig. Und wenn ich mir die langfristige Gesundheit des Unternehmens ansehe, war sie noch nie so gut. Die Produktpipeline war noch nie so gut wie heute. Das Ökosystem war noch nie so stark wie heute. Die Dienste sind auf Hochtouren". Großaktionär Buffett wird es freuen. Dieser betonte bereits letztes Jahr, dass für ihn die quartalsweisende schwankenden Absatzzahlen irrelevant sind.

Nachdruck aus BörseOnline

Thomas Rappold, geboren 1971, ist Internetunternehmer und Investor. Bereits mit 14 Jahren erlernte er die ersten Programmiersprachen im Selbststudium auf dem damaligen Kultcomputer Commodore C64. Als einer der ersten Absolventen des europaweit ersten Studiengangs Medieninformatik trug er als Mitarbeiter der Strategiegruppe Internet bei Allianz SE maßgeblich zu damals bahnbrechenden neuen Finanzportalen für Privat- und Geschäftskunden bei.
Seit über zehn Jahren erfolgreicher Unternehmer einer Internet-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft und Gründer von zahlreichen Internet-Start-ups ist Thomas Rappold ein profunder Kenner des Silicon Valley und dort als Investor an verschiedenen Start-ups beteiligt. Mehr über Thomas Rappold und das Silicon Valley finden Sie auf seiner Homepage www.silicon-valley.de.
Im Finanzbuchverlag München veröffentlichte Thomas Rappold jüngst "Silicon Valley Investing. Investieren in die Superstars von heute, morgen und übermorgen".

       

 

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