Es gibt ihn: Den Mittelstand in der Finanzbranche - Fachkonferenz m:access

Thomas Schumm, Plusvisionen
m:access Bild: UniBrand
 
Am 17. Oktober 2018 fand in der Börse München die Fachkonferenzen Finanzen mit sieben Unternehmen aus dem Börsensegment m:access statt. Plusvisionen war dabei. Hier die ersten  Zusammenfassungen interessanter Werte - die Artikel in voller Länge gibt es auf dem Blog plusvisionen.de.

Merkur Bank-Aktie - Neue Rekorde und eine günstige Bewertung

Läuft! Die im m:access der Börse München gelistete Merkur Bank steuert im Geschäftsjahr 2018 auf eine Steigerung des Rekordergebnisses zu. Im dritten Quartal erwirtschafte die inhabergeführte Privatbank Periodengewinn von 3,4 Millionen Euro, was einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Chef Marcus Lingel rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie von 0,64 Euro.

Setzt man dieses prognostizierte Ergebnis ins Verhältnis mit dem aktuellen Kurs, würde sich eine Relation (KGV) von schönen 12,3 errechnen. Das ist auch in diesen für Banken wegen des Margendrucks (Niedrigzinsen) schwierigen Zeit sicherlich keine üppige Bewertung. Zumal wenn das Unternehmen wieder eine Dividende von mindestens 0,30 Euro zahlen sollte, was derzeit einer Dividenden-Rendite von satten 3,8 Prozent entspräche.

Die Merkur Bank ist im Wesentlichen eine klassische Kreditbank. Das heißt, sie sammelt Geld ein und gibt dieses als Kredite weiter. Das funktioniert bei der Merkur Bank offenbar sehr gut: Das Neugeschäftsvolumen im Kreditgeschäft liegt mit 961,7 Millionen Euro um 20,8 Prozent über dem des Vorjahres.

Steigerungen an allen Fronten

Insgesamt beträgt das Kreditvolumen nun 1,1 Milliarden Euro, eine Verbesserung um 21,8 Prozent seit Beginn des Jahres. Gewachsen sind alle drei Kreditbereiche: die Bauträgerzwischenfinanzierung (758,4 Millionen Euro, plus 14,9 Prozent), die Leasingrefinanzierung (151,6 Millionen Euro, plus 65,5 Prozent) und die Finanzierung mittelständischer Unternehmen (51,6 Millionen Euro, plus 17,3 Prozent).

Auch bei der Vermögensanlage kann die Merkur Bank überzeugen. Das Depotvolumen lag zum 30. September mit einem Steigerung von 17,3 Prozent bei 354,2 Millionen Euro.
 
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Umweltbank-Aktie - Ganz viel grüner Value

Wenn es sie nicht schon gäbe, müsste man sie (für Anleger) erfinden, die Umweltbank(-Aktie). Die UmwelBank ist Deutschlands einzige börsennotierte (m:access in München) “grüne” Bank und sie dürfte auch Deutschlands profitabelste Bank sein. Wird das Aufwand-Ertrag-Verhältnis in Relation mit der Eigenkapitalrendite vor Steuern gesetzt, steht die Umweltbank mit weitem Vorsprung an der Spitze, deutlich vor ING Diba, DKB, GLS oder den Sparkassen. Die Umweltbank muss ungefähr 30 Cent ausgeben, um einen Euro zu verdienen. Zum Vergleich: Bei der Deutschen Bank dürften es 99 Cent sein.

„Mit Krediten lässt sich noch Geld verdienen“, sagt Jürgen Koppmann, Vorstand der Umweltbank. 84 Prozent der Bilanzsumme stecken deshalb auch im Kreditgeschäft. Die Umweltbank konzentriert sich darauf Geld einzusammeln und wieder im Umweltbereich (keine Atomkraft, Gentechnik, …) in Form von Krediten zu verleihen. „Unsere Kernkompetenz ist die Beurteilung von Risiken im Umweltsegment“, schwärmt Koppmann. Dass die Bank dies gut kann, hat sie bewiesen. Zuletzt betrug die Wertberichtigungsrate lediglich 0,29 Prozent der Kundenforderungen.

Keine Filialen, aber bald mit Girokonten

Die Umweltbank hat aktuell 113.000 Kunden und unterhält keine Filialen. Zurzeit gibt es keine Girokonten, was sich bis 2020 ändern wird. Schon in den Jahren davor soll das Fondsgeschäft, der Bereich Verbraucherkredite und eine ökologische Crowdfunding-Plattform aus- und aufgebaut werden. Das dürfte weiteres Wachstum bringen.
 
In der Vergangenheit nahm das Geschäftsvolumen der Umweltbank von 2010 bis 2017 um jährlich durchschnittlich 9,9 Prozent zu. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Schnitt um 6,7 Prozent pro Jahr, zuletzt mit einem leichten Abschwächung, da auch die Umweltbank wegen der geschrumpften Zins-Margen leidet. Früher lagen diese bei 2,0 Prozent und jetzt bei 1,5 Prozent.
 
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mwb fairtrade - Normalität nach Cannabis-Rausch

Die Frage, die man sich als Anleger stellt: Wieso sollte ich in eine Aktie wie die der MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank (MWB) investieren? Nun, die MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank ist quasi eine Spekulation auf die Börsenentwicklung (mit einer Art Hebel). Grob gibt es folgenden Zusammenhang: Läuft es an der Börse, steigt auch der Kurs der MWB, herrscht an den Märkten Tristesse, dann strauchelt auch die MWB-Notierung.

Das Geschäftsfeld der MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank ist die Skontroführung für Aktien, Anleihen und Fonds an den wichtigsten deutschen Börsen und der Handelsplattform Tradegate Exchange. Insgesamt hat MWB (1993 gegründet und 1999 an die Börse gegangen, seit 2009 im Münchner m:access) rund 28.000 Wertpapiere in den Order-Büchern.

Im zurückliegenden Jahr (2017) hat die MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank mit dem Geschäftsfeld Skontroführung/Spezialist (87 Prozent Anteil am gesamten Handelsergebnis) ein Handels- und Provisionsergebnis von 19,2 Millionen Euro erzielt. Im ersten Halbjahr 2018 waren es 8,1 Millionen Euro. Daraus macht MWB einen Halbjahresüberschuss von 0,8 Millionen Euro (0,11 Euro je Aktie), nach 4,4 Millionen Euro (0,79 Euro je Aktie) im Gesamtjahr 2017.

Blockchain und Bitcoin waren die Blockbuster 2017

Vorstand Thomas Posovatz sieht in diesem scharfen Rückgang keinen Einbruch, sondern eine „Rückkehr zur Normalität“ nach dem „Ausnahmejahr“ 2017. Das vergangene Jahr war geprägt von Spekulationen auf Kryptowährungen (Bitcoin), Lithium, Aktien, die in Verbindung mit der Blockchain-Technologie gebracht wurden und Cannabis-Papieren. Das habe zu dem außergewöhnlichen Handelsergebnis geführt. Durch das Cannabis-Verbot in Europa mussten jedoch einige Cannabis-Aktien nach der Aufforderung der Aufsichtsbehörde aus dem Handel genommen werden. Das Geschäft fehlt MWB.

Der MWB-Kurs hat entsprechend reagiert: Er rutschte recht zügig von 6,20 Euro im Sommer auf nun rund 3,10 Euro. Auch die Aktie sei zur „Normalität“ zurückgekehrt, betont Posovatz. Das führt zu der kuriosen Situation, dass sich auf der Basis der Dividende von 0,39 Euro, die nach der Hauptversammlung am 10. Juli 2018 ausgeschüttet wurde, eine Dividenden-Rendite von aktuell sagenhaften 12,6 Prozent errechnet.
 
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Thomas Schumm ist Gründer, Herausgeber und erster Praktikant bei Plusvisionen.de, einem der führenden Wirtschafts-Blogs in Deutschland - 2015 erhielt er beim renommierten comdirect finanzblog award den 1. Preis. Schumm war u.a. Chefredakteur beim Optionsschein Report, der Anfang der 1990er wegweisend in Sachen Derivate war, und und freier Journalist bei Forbes. Dann leitender Redakteur bei Börse Online und Chefredakteur bei boerse-online.de. Er schrieb die Bücher Life Reloaded, Praxisratgeber Hedge Funds,
  

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

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