Aktien oder Fonds - Tipps zur Gesundheitsbranche

Beate Sander
Bild: Fotolia/Jan37
Abweichende Meinungen über den sinnvollen Zeitpunkt und die Auswahl von Geldanlagen mit Einzelaktien, ETFs und Aktienfonds prallen aufeinander. Es gilt, mit Blick auf Stärken und Schwächen bestmöglich zu entscheiden.

Aktien sind spannend

Über DAX und Dow Jones mit je 30 Titeln gibt es eine Fülle von Informationen. Hier ist es einfach, Spitzentitel auszuwählen und Kursschwankungen für Kauf und Verkauf zu nutzen. Einzelaktien bieten sich an, wenn Sie über genug Geld, Lust, Zeit und Wissen verfügen und das Börsengeschehen aufmerksam verfolgen. Wer den internationalen Markt beobachtet und sich gut auskennt, sollte „goldgeränderte Marathonaktien“ mit langjährigem Kursplus und verlässlicher Dividende ins Depot nehmen. Aktien sind spannender als ETFs, Aktienfonds, und erlauben die HV-Teilnahme. Falls möglich, kaufen Sie Belegschaftsaktien, die viele Firmen ihren Mitarbeitern günstig anbieten.

Zwei internationale Top-Favoriten

ROCHE (WKN 855167): Der vor 120 Jahren gegründete Schweizer Traditionskonzern ist in der Krebsforschung weit vorn. ROCHE hat seit einem Jahrzehnt die Dividende erhöht. In Europa führt ROCHE die Experten-Rangliste an. Der zurückgekommene Kurs, Dividendenzuschlag und faire Bewertung bieten ideale Kaufchancen.
Medtronic (WKN A14M2J): Die Aktie vom forschungsstarken Medizintechnik-Weltmarktführer aus Dublin schmückt auch das Depot zahlreicher Privatanleger – nicht zuletzt wegen der hohen Ausschüttung und guter Perspektiven. Der Mehrjahresver-gleich überzeugt. Medizintechnik profitiert vom längeren Leben. Im Alter entwickeln sich viele Leute zum Ersatzteillager von den Haarwurzeln bis zu den Fußspitzen.

ETFs verlieren nie gegen den Vergleichsindex

Immer dann, wenn es sich um einen bekannten Index mit wenig Titeln handelt, wie DAX und Dow Jones mit nur 30 Werten, hat ein aktives Fondsmanagement kaum eine Chance, den Vergleichsindex zu schlagen. Der Ausgabeaufschlag und die ziemlich hohe jährliche Verwaltungsgebühr bewirken, dass die Blue-Chips-Aktienfonds zu 80 bis 90 Prozent gegen die Benchmark verlieren. Fehlt es an Zeit, Lust, Wissen und Geld für breite Streuung, sind die preiswerten ETFs mit niedriger Verwaltungsgebühr erste Wahl. So decken Sie alle wichtigen Märkte ab. Ein ETF gewinnt zwar nie gegen den Vergleichsindex. Aber er verliert auch nicht. Kürzlich empfahl Starinvestor Warren Buffett seiner Frau Astrid, nach seinem Tod mit einem ETF in den S&P-500-Index zu investieren „Passive Fond schneiden europaweit besser ab als aktive“, erklärt die Analysefirma S&P Dow Jones Indices. Für das schnelle Rein/Raus wurden ETFs nicht entwickelt. Sie wenden sich an Langzeitinvestoren. Lassen Sie sich nicht zu anderen Produkten überreden, wenn Ihre Bank ETFs nicht mag.

Zwei ETFs aus dem Gesundheitswesen

Der Multi Units Lux. - Lyxor ETF MSCI World Health Care TR - C-EUR: kein Sparplan, 237 Mio. Euro, Alter 6 Jahre, Gebühr 0,40 Prozent, thesaurierend. Der Gesundheits-ETF bildet den Benchmark-Index MSCI World Health Care ab. Vertreten sind die großen Pharma-, Biotech- und Medtech-Konzerne weltweit.
 
Der LYXOR ETF STOXX EUROPE 600 HEALTHCARE: kein Sparplan, 242 Mio. Euro, Alter 10 Jahre, Gebühr 0,30 Prozent, thesaurierend. Ziel ist die Nachbildung vom Referenzindex STOXX Europe 600 Health Care. 75 Prozent vom Fondsvermögen fließen in Gesundheitsaktien der Europäischen Union.

Innovative Fondsmanager können den Vergleichsindex schlagen

Aktienfonds generell zu verdammen, ist nicht gerechtfertigt. Es gibt hervorragende Aktienfonds, die sich auf deutsche und internationale Nebenwerte spezialisieren oder sich auf bestimmte Branchen und Themen in Zukunftsmärkten konzentrieren. Dies sind nicht die Schummler, die den Vergleichsindex kaum verändern. Innovative Fondsmanager, die auf Markttrends flexibel reagieren, können den Vergleichsindex abhängen. Dies gilt für den Schwerpunkt hohe Dividenden oder Zukunftsmärkte mit Industrie 4.0, Internet der Dinge, Digitalisierung, vernetzte Welt, Robotik, selbst fahrende Autos. Es betrifft Aktienfonds im Technologiesektor und Gesundheitswesen, die den demografischen Wandel umsetzen. Hier die forschungs- und kapitalstarken Pharmariesen. Dort die innovativen Biotechfirmen, die neue Wirkstoffe, Therapien und Verfahren erkunden. Geld und Ideen werden miteinander verknüpft. Ein Füllhorn für kreative Aktienfonds

Hohe Gebühren sorgen für lange Haltefristen

Wenn sich ein Aktienfonds an einem Index mit vielen Werten orientiert, wie Nasdaq 100, Nikkei 225 oder S&P 500, haben innovative, engagierte Manager mit fairen Gebühren die Chance, den Vergleichsindex weit hinter sich zu lassen. Dies gilt auch für Nebenwerte und Schwellenländer, wo es wenig Nachrichten gibt und selbst beste Aktien kleinerer Firmen kaum bekannt sind. Ein Ausgabeaufschlag von 5 Prozent und 1,5 Prozent Jahresgebühr verbieten das schnelle Rein und Raus.

Meine Auswahl interessanter Fonds

  • DWS Health Care: Umfang 460 Mio. Euro, Alter 19 Jahre, Ausgaberaufschlag 0,00 Prozent, Gebühren 1,70 Prozent, thesaurierend. Der Fonds ohne Zuschlag legt weltweit in das Gesundheitswesen mit Pharma und Biotech an.
  • FCP OP MED BioHealth-Trends Euro: Umfang 111 Mio. €, Alter 16 Jahre, Ausgabeaufschlag 5,00 Prozent, Gebühren 1,70 Prozent ausschüttend. Der Fonds spezialisiert sich auf kleine, mittlere und große wachstumsstarke Gesundheitsaktien. 
  • KBC Equity Fund Pharma Growth: Umfang 40 Mio. Euro, Alter 15 Jahre, Ausgabeaufschlag 3,00 Prozent, Gebühre 1,50 Prozent, thesaurierend. Der Fonds investiert in Pharma und Biotech wie Johnson, Merck, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer.
  • JANUS Global Life Sciences Fund: Umfang 1,44 Mrd. Euro, Alter 17 Jahre, Ausgabeaufschlag 5,00 Prozent, Gebühren 1,25 Prozent, thesaurierend. Der Fonds bevorzugt Wachstumsunternehmen, die auf verbesserte Lebensqualität abzielen.
  • SEB Concept Biotechnologie D Euro: Umfang 135 Mio. Euro, Alter 16 Jahre, Ausgabeaufschlag 1,00 Prozent, Gebühren 1,50 Prozent, ausschüttend. Der Fonds legt in Nasdaq-Biotechaktien an wie Amgen, Biogen, Celgene, Mylan, Regeneron.
  • UniSector BioPharma A: Umfang 277 Mio. Euro, Alter 17 Jahre, Ausgabeaufschlag 4,00 Prozent, Gebühre 1,55 Prozent, ausschüttend. Bei der Auswahl sind Wachstumsstärke, Innovation und attraktive Renditen vordergründig.
Im Juni 2014 ist in der Münchner Verlagsgruppe, FinanzBuch Verlag, ein Buch zum Thema erschienen:
 
 
Jüngst erschien von Beate Sander: Mit Nebenwerten zum Börsenolymp. Mit Aktien aus MDAX, TecDAX und SDAX den DAX schlagen, ebenfalls im FinanzBuch Verlag München
Und manche Autoren schreiben schneller Bücher als andere zum Rezensieren kommen, deshalb gibt es ganz neu und wie gehabt im FinanzBuch Verlag Beate Sander: Wie finde ich die besten Investmentfonds - leider ohne Angabe, wo die gefundenen Fonds dann gekauft werden sollen - natürlich über die Börse München

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

Novartis N 80,10 -0,17%
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Roche Hldg I 245,60 N.A.
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DB DAX 12.627,50 -3,13%
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DWS Health Care Typ O 294,56 -0,24%
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Novo Nordisk -B- 56,51 -1,22%
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Janus Henderson Global Life Sciences Fund A Euro Acc 34,10 -2,21%
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Medtronic Rg 103,35 0,98%
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UniSector: BioPharma A 133,08 -0,99%
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SEB Concept Biotechnology D EUR 104,88 -0,52%
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MEDICAL BioHealth EUR 616,07 0,88%
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Multi Units Lux. - Lyxor ETF MSCI World Health Care TR - C-EUR 332,60 -1,54%
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Mylan Br 18,70 -0,53%
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Amgen Rg 195,64 -2,93%
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Biogen Rg 300,30 -2,36%
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Johnson & Johnson 133,80 -0,80%
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Merck Rg 75,40 0,53%
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Pfizer Rg 31,90 -0,62%
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Regeneron Pharma Rg 418,20 16,39%
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