Ein Upgrade für Bitcoin – mit viel Potential

Leena ElDeeb und Karim AbdelMawla, 21Shares, mit dem Monatsrückblick Februar
Grafik: 21Shares
Trotz einer Reihe regulatorischer Offensiven gegen Krypto-Unternehmen – vor allem in Zusammenhang mit nicht registrierten Wertpapieren – zeigte der Kryptomarkt im Februar erstaunlichen Widerstand gegenüber Schwankungen und sank insgesamt nur knapp 2 Prozent im Wert. Diese Entwicklung ist vor allem auf die „Ordinals“ zurückzuführen - ein Projekt, das zum ersten Mal die Prägung von nativen NFTs auf der Bitcoin-Blockchain ermöglichen und soll und dazu beigetragen hat, dass das Bitcoin-Vermögen im vergangenen Monat um 4,61 Prozent gestiegen war.
 
Darüber hinaus steigerte das Ethereum-Testnetz, auf dem am 7. Februar die lange erwarteten Token-Abhebungen simuliert wurden, das gesamte ETH-Vermögen (nach der Kennzahl total value locked) im vergangenen Monat um rund 9 Prozent, wie in Abbildung 1 dargestellt.
 
Die positiven Outperformer der Rallye des letzten Monats waren Optimism (rund 21 Prozent Steigerung) und die DeFi-Plattform Lido (rund 42 Prozent Steigerung) – unserer Ansicht nach sind diese Renditen auch auf die von Coinbase gestartete und auf Optimism aufbauende Skalierungskösung „Base“ zurückzuführen. Zudem wurde im Laufe des Monats auch bekannt, dass der Gründer von Tron, Justin Sun, eine große Summe von Ether - nämlich 200.000 - über Lido gestaked ( also zum Erhalt von Zinsen hinterlegt) hat. Der größte Verlierer im Februar war die Kryptoplattform Avalanche, deren Wert aufgrund eines Rückgangs der täglichen Aktivität im Netzwerk um rund 15 Prozent nachgab.

Abb. 1: Wöchentliche Preis- und TVL-Performance der wichtigsten Krypto-Kategorien (monatlich)

Quelle: 21Shares, Coingecko, DeFi Llama. Datenstand per 27. Februar 2023.

Spot- und Derivatemärkte

Abb. 2: BTC Perpetual Swap Open Interest / Market Cap

Abbildung 2 zeigt das BTC Perpetual Swap Open Interest (die Anzahl der offenen Futures-Kontrakte) im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von Bitcoin. Hier ist zu erkennen, dass die Anzahl der Kontrakte im Jahr 2022 bis zum Zusammenbruch von FTX erheblich anstieg. Seitdem haben wir einen allgemeinen Abbau der Schulden im System beobachtet. In den letzten zwei Wochen ist das Verhältnis jedoch leicht angestiegen, da sich der BTC-Preis konsolidiert hat, was darauf hindeutet, dass die Risikobereitschaft der Anleger wieder zunimmt.

On-Chain-Indikatoren

Abb. 3: Taproot-Adoption bei Bitcoin

Taproot – unter diesem Namen versteht man einen Vorschlag für ein wichtiges Upgrade der Bitcoin-Blockchain, das im November 2021 erfolgreich implementiert wurde. Taproot ist ein Soft-Fork-Upgrade, was bedeutet, dass es abwärtskompatibel mit der bestehenden Bitcoin-Software ist und keinen sogenannten Hard-Fork erfordert. Es soll die Privatsphäre und die Funktionalität von Bitcoin verbessern, indem es komplexere Smart Contracts ermöglicht und gleichzeitig die Effizienz des Netzwerks verbessert. Eines der Hauptmerkmale von Taproot ist die Implementierung von Schnorr-Signaturen, die helfen können, die Größe von Transaktionen auf der Blockchain zu reduzieren und die Skalierbarkeit des Netzwerks zu verbessern.
 
Wie die Abbildung zeigt, hat die sogenannte Taproot-Adoption – also der Anteil, zu welchem das Bitcoin-Netzwerk auf Taproot aufgerüstet wurde – am 1. Februar zum ersten Mal 5 Prozent überschritten und lag am 9. Februar bereits bei über 17 Prozent. Dieser schnelle Anstieg ist auf den Start des Ordinals-Projekts zurückzuführen, das Bitcoin-native NFTs ermöglicht. Ordinals wurde von Casey Rodarmor entwickelt und bettet bildbezogene Daten in die Bitcoin-Blockchain ein, indem es das Eingabefeld in Taproot-Transaktionen nutzt. Das Taproot-Upgrade, das im November 2021 aktiviert wurde, macht es billiger, beliebige Daten zu speichern, und erlaubt es Nutzern, so viele Daten wie sie wollen in einer einzigen Transaktion zu speichern, solange sie dafür bezahlen und das Blockvolumen unter 4 MB bleibt. Vor Taproot musste man mehrere Transaktionen oder Eingaben verwenden, um große Datenmengen zu speichern.
 
Das mögliche Potenzial des Upgrades geht insgesamt deutlich weiter: Durch die Einführung von NFTs auf Bitcoin könnten dessen Einsatzmöglichkeiten über ein Wertaufbewahrungsmittel hinaus erweitert werden. Letzteres würde die Gebühren erhöhen, was sich positiv auf die langfristige Sicherheit des Netzwerks auswirken würde, zumal die Emission neuer BTC im Jahr 2140 enden wird.

Makro und Regulierungen

Im Februar nahmen die geopolitischen Spannungen zu. Der Monat begann mit dem Abschuss eines Überwachungsballons über Alaska durch die USA, der mit der chinesischen Regierung in Verbindung gebracht wurde. China warf den USA außerdem vor, illegal Überwachungsballons über seinem Luftraum fliegen zu lassen, was das Weiße Haus bestritt. Am 21. Februar, einen Tag nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in der Ukraine, kündigte der russische Präsident Wladimir Putin die Aussetzung des letzten bestehenden Atomwaffenkontrollpakts mit den USA an.
 
Im gleichen Zeitraum waren auch geldpolitische Entwicklungen zu beobachten:
Der Abstand zwischen der Rendite zehn- und zweijähriger US-Staatsanleihen erreichte den niedrigsten Stand seit September 1981, was die gestiegene Erwartung eines Rückgangs der längerfristigen Zinssätze widerspiegelt - ein historischer Frühindikator für eine Rezession. Dies könnte sich vorerst auf die Risikobereitschaft der Anleger auswirken – auch auf Kryptoanlagen, da die Zuflüsse in Gold-Anlagevehikel in den letzten 50+ Jahren ein Allzeithoch erreicht haben.
 
Entlassungen bei Kryptounternehmen: Die bereits lange zuvor begonnene Konsolidierung der Kryptoindustrie nahm im Februar weiter ihren Lauf: Polygon entließ 20 Prozent seiner Belegschaft, das australische Gaming-Krypto-Startup Immutable baute 11 Prozent und Fireblocks 5 Prozent seiner Belegschaft ab. Local Bitcoins, ein 2012 gegründetes Peer-to-Peer-Unternehmen mit Sitz in Finnland, kündigte in einer E-Mail an, dass es den Betrieb einstellen werde, und gab seinen Nutzern 12 Monate Zeit, ihr Kapital von der Plattform abzuheben.
 
Regulatorische Offensiven gegen Krypto-Unternehmen: Fast ein Jahr nach dem Zusammenbruch von Terra/Luna erhob die Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchanges Commission (SEC) Anklage wegen Betrugs an Investoren gegen Terraform Labs – das Unternehmen hinter dem algorithmischen Stablecoin UST von Terra - und seinen CEO, Do Kown, Dies geht Hand in Hand mit dem rigorosen Vorgehen der Behörde gegen nicht registrierte Wertpapiere in der Kryptoindustrie. In einem Interview mit dem New York Magazine bekräftigte der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, dass so ziemlich jede Art von Krypto-Transaktion bereits unter die Zuständigkeit der SEC fällt, mit Ausnahme von Spot-Transaktionen in Bitcoin und dem Kauf von Waren oder Dienstleistungen mit Krypto-Assets. Der Vorsitzende, der wegen der schleppenden Vorgehensweise der SEC während des FTX-Debakels unter Beschuss stand, erklärte, dass seine Behörde über alle rechtlichen Instrumente verfügt, die sie für die Strafverfolgung benötigt. Die Ereignisse des Monats Februar waren ein Beweis für diese Behauptung:
  • 9. Februar: Kraken einigt sich mit der SEC auf eine Zahlung von 30 Millionen Dollar und setzt sein Staking-as-a-Service-Programm aus.
  • 13. Februar: Paxos kündigt an, die Ausgabe von BUSD einzustellen und reagiert damit auf eine von der SEC an Paxos gerichtete sogenannte Well's Notice, eine offizielle Warnung der Behörde und eine Anordnung des New York Department of Financial Services.

Die Gesetzgebung zur Regulierung der Kryptoindustrie schreitet voran: Der Februar war von einer Reihe neuer Gesetzesvorschläge von Regulatoren weltweit geprägt, wobei der Großteil dieser Vorschläge Banken vor der Volatilität dieser Anlageklasse warnen sollen. So wies die Europäische Zentralbank die Banken in ihrem Zuständigkeitsbereich an, die BTC-Obergrenze (1,25 Prozent ihres T1-Kapitals) selbst einzuführen, bevor der Vorschlag des Basler Ausschusses in Kraft tritt. Nach einem vom Europäischen Parlament am 9. Februar veröffentlichten Gesetzesentwurf müssten die Banken in der EU Kryptowährungen mit dem höchstmöglichen Risikogewicht belegen. Auf der anderen Seite des Globus hat Hongkong im Gegensatz zu den Regulierungsbehörden in den USA die Auswirkungen einer Kehrtwende bei seiner gegnerischen Politik zum Verbot von Kryptowährungen bedacht.

Krypto-Infrastruktur

Interoperabilität (Layer 0s):
  • Cosmos: Das neueste Update wurde am 15. Februar bereitgestellt. Unter dem Namen RHO führt das Upgrade das Global Fees Module ein. Dabei handelt es sich um eine Komponente, die es der Cosmos-Governance ermöglichen würde, Mindestgaspreise festzulegen. Darüber hinaus akzeptiert das neue Modul eine größere Anzahl von Cosmos-basierten Token, die als Währung für die Gasgebühren verwendet werden können – unter Nutzung von Governance-Vorschläge. Dies bedeutet, dass die Nutzer nicht darauf beschränkt wären, die Gebühren ausschließlich in ATOM zu bezahlen. Am wichtigsten ist, dass das Upgrade den Weg für das nächste große technische Unterfangen ebnet, das als Replicated Security bekannt ist. In aktuellen State of Crypto von 21Shares wird beschrieben, was diese Innovation für das Cosmos-Ökosystem bedeuten wird.

Smart Contract-Plattformen (Layer 1s):

  • Ethereum: Am 7. Februar simulierte das Zhejiang-Testnetz erfolgreich ETH-Abhebungen. Zhejiang ist das erste von drei Testnetzen in der letzten Pre-Launch-Sequenz, bevor das Shanghai/Capella-Upgrade aktiviert wird. Am 10. Februar nannten die Ethereum-Core-Entwickler den 28. Februar als Zieldatum für den Start des Sepolia-Testnetzes. Nach Seoplia wird Goerli - das kritischste öffentliche Ethereum-Testnetz - der letzte Schritt sein, bevor die Abhebung von ETH-Einsätzen im Ethereum-Mainnet aktiviert wird. Obwohl das Shanghai-Upgrade mehrere Funktionen enthält, ist die am meisten erwartete Neuerung die Möglichkeit von Abhebungen. Vollständige Abhebungen werden für "ausgeschiedene" Validatoren möglich sein, während Teilabhebungen für aktive Validator-Guthaben über 32 ETH verfügbar sein werden. Nach heutigem Stand erwarten die Kernentwickler „Shanghai“ in der Mitte des Monats März.
  • Flashbots: Das Forschungsunternehmen, das für die Abschwächung der negativen externen Effekte von Front-Running und Arbitrage auf Ethereum verantwortlich ist, hat ihr neuestes Tool vorgestellt, das den Zugang zu Transaction-Sharing-Einnahmen für die breitere Community weiter demokratisieren soll. Unter dem Namen MEV-share wird das neu eingeführte Tool es Nutzern nun ermöglichen, auch Belohnungen zu erhalten, die bisher nur Validatoren und Buildern zugeteilt waren.
  • BNB hat seine technische Roadmap für 2023 veröffentlicht, die sich auf fünf Schlüsselbereiche der Entwicklung konzentriert, darunter Skalierbarkeitslösungen, intelligentere Wallets und die Erhöhung der Validatorgröße.BNBs Roadmap ist ein bedeutendes Vorhaben, da sie dem Netzwerk hilft, einige der entscheidenden Skalierbarkeitsfunktionen zu übernehmen, die das steigende Wachstum von L2s bestimmen, wie die Rollup-Technologie mit ihren zwei Unterklassen. Die Entwicklungen werden für BNB von entscheidender Bedeutung sein, um seine Marktposition zu schützen und gegenüber Netzwerken wie Optimism, Polygon, zkSync und Arbitrum wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Intain Inc. startete intainMarkets, einen neuen Marktplatz für tokenisierte Asset Backed Securities. Die Lösung, die als Subnetz auf Avalanche aufgesetzt wird, wird die Funktionen vieler wichtiger Akteure automatisieren, die Kosten für die Emittenten von Schuldverschreibungen senken und die Transparenz der Sicherheiten erhöhen. Intain entschied sich für Avalanche aufgrund der Flexibilität bei der Erstellung einer Permissioned Chain, die dennoch die Vorteile der Verankerung in einem breiteren, vertrauenslosen öffentlichen Netzwerk nutzt und mit einem weitaus dezentraleren Validator-Set kombiniert wird.

Skalierungslösungen (Layer 2s):

  • Polygon, eine Plattform zur Skalierung und zur Infrastrukturentwicklung innerhalb des Ethereum-Netzwerkes, ist nun in der Lage, die Version seiner Skalierungslösung in der Produktionsumgebung implementieren zu können. Polygon hat hierfür zwei öffentliche Audits durchgeführt und die für die Erstellung von Settlement-Proofs benötigte Zeit auf zwei Minuten gesenkt und dabei nur bei minimale Produktionskosten von 6 Cent aufgewendet.
     
    Wir bei 21Shares gehen davon aus, dass Skalierungslösungen auch in diesem Jahr ein beherrschendes Thema sein werden. Wir erwarten zudem eine Verschärfung des Wettbewerbs zwischen den verschiedenen Skalierbarkeitsprotokollen in ihren Bemühungen, die erste voll funktionsfähige Lösung auf den Markt zu bringen. Dies wird durch den Vorstoß des zkSync-Protokolls bestätigt, der kurz nach der Erklärung von Polygon über die Freigabe der Beta-Version des Protokolls für das Mainnet am 27. März erfolgte.
  • Die Layer2-Blockchain Optimism hat für ihre Skalierbarkeitslösung ein umfangreiches Protokoll-Upgrade namens "Collective Bedrock" vorgestellt, das niedrigere Transaktionskosten und kürzere Einzahlungszeiten bieten soll. Das Spannendste daran ist, dass das Upgrade die Modularität auf Protokollebene einführt und den OpStack in drei Schichten aufteilt: Ausführung, Abrechnung und Einigung. Durch den Umbau soll die Leistung des Netzwerks verbessert werden. Darüber hinaus sollte über den Vorschlag, das Upgrade im Mainnet zu implementieren, ursprünglich bis zum 15. Februar abgestimmt werden. Das Stiftungsteam sah sich jedoch gezwungen, den Termin auf den 11. Zyklus (5. März bis 7. April) zu verschieben, um noch die Möglichkeit wahrnehmen zu können, bestimmte, von der Community entdeckte Fehler zu beheben. Das Upgrade wird also zwei Wochen nach der Bestätigung durch die Community nach einer Abstimmung durchgeführt werden.
  • Die Kryptobörse Coinbase kündigte den Start seines skalierbaren Smart-Contract-Netzwerks auf dem Optimism-Netzwerk namens Base an. Durch die Nutzung des OPstack von Optimism will Coinbase ein interoperables, skalierbares Netzwerk aufbauen, das mit dem breiteren Optimism-Ökosystem verbunden ist. Base wird nämlich mit zukünftigen OPstack-basierten Netzwerken kompatibel sein und gleichzeitig Sicherheit und eine Kommunikationsschicht mit anderen Protokollen teilen, um die die Vision von Optimism, eine Superchain zu bauen, verwirklichen zu können. Ein Bestandteil dieser Partnerschaft wird sein, dass Coinbase einen Teil der Gasgebühren des Netzwerks an das OP-Kollektiv weiterleiten wird, um das Wachstum seines OPstacks voranzutreiben. Darüber hinaus wird Coinbase zum zweiten Hauptakteur an der OPstack-Codebasis. Die Nachricht ist für die Branche von großer Bedeutung, da Coinbase mehrere zehn Millionen Nutzer hat. Die Börse kann sie nun auf der Kette einbinden, während sie die Komplexität der Navigation durch das unterentwickelte Ökosystem abstrahiert und, was am wichtigsten ist, ohne die Grenzen des Ökosystems zu verlassen.

DeFi – das dezentrale Finanzsystem im neuen Web3

Abb. 4: Performance der Top 10 DeFi Protokolle im Februar

Quelle: 21Shares, DeFi Llama
Stablecoins:
  • Centrifuge: Das DeFi-Protokoll, das zuletzt Schulden des Unternehmens BlockTower – einschließlich Forderungen, Darlehen und strukturierte Produkte – tokenisiert hat, schlägt nun vor, den neuen Stablecoin GHO von Aave mit Real-World-Assets (RWAs) zu unterlegen.

Zur Erinnerung: Mit RWAs sind in der Krypto-Welt reale, physisch existierende Anlageklassen wie Immobilien und Rohstoffe gemeint. Ihre Tokenisierung würde dazu beitragen, die Liquidität auf der Blockchain erheblich zu verbessern, da sie eine nachhaltigere Rendite bietet, die nicht mit den Bedingungen auf dem Kryptomarkt korreliert und somit Blockchain-Protokolle dabei unterstützt, auch in turbulenten Zeiten Einnahmen zu generieren. Die Kreditplattform Maker beispielsweise nutzt als Sicherheit für Handelsfinanzierungsgeschäfte und Speditionsrechnungen, die über die Tinlake-Plattform von Centrifuge in Token umgewandelt werden,DAI, den Stablecoin von Maker. Ähnliche Aktivitäten dürften folgen, sobald Centrifuge seinen Vermittlungsvorschlag offiziell veröffentlicht.  
 
 
Ethereum-Ökosystem:  

  • Lido V2: Mitarbeiter von Lido präsentierten im Februar einen Vorschlag für Lido V2, das bedeutendste Upgrade in der Geschichte des Protokolls und ein großer Schritt in Richtung Dezentralisierung.

    Noch im Februar war bei Lido V2 eine gründliche Sicherheitsüberprüfung des gesamten aktualisierungsbezogenen Codes durch sieben unabhängige Audit-Dienstleister geplant. Am Ende dieses Monats wird die DAO eine Befragung über das Upgrade durchführen.
     
    •    Real-World-Assets
     
    Der deutsche Industriekonzern Siemens hat seine erste digitale Anleihe auf einer öffentlichen Blockchain ausgegeben. Die Anleihe im Wert von 64 Mio. Euro ist auf dem Polygon-Netzwerk tokenisiert und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Der Zinssatz bleibt jedoch vorerst ein Geheimnis. Obwohl dieser Schritt nicht der erste seiner Art ist – sowohl die Europäische Investitionsbank (EIB) als auch Abn Amro haben in den letzten 30 Tagen eigene Anleihen emittiert – unterstreicht er dennoch das wachsende Bewusstsein für die Nutzung der öffentlichen DLT-Technologie, um die Mängel des traditionellen Finanzsystems zu beheben.
     
    Swarm, eine regulierte Börse mit Sitz in Berlin, hat auf Polygon neue DeFi-kompatible tokenisierte Wertpapiere veröffentlicht. Die Angebote bieten ein tokenisiertes Engagement in US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von 0-1,1-3 Jahren, die die Ishares-ETFs nutzen, sowie eine On-Chain-Darstellung von Apple- und Tesla-Aktien. Die SwarmX GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der regulierten Börse, wird für die Emission und das vollständige Backing dieser Vermögenswerte verantwortlich sein.
     
    Hamilton Lane, die globale Investment-Management-Gesellschaft nutzt die Tokenisierungsplattform Securitize von Polygon, um drei ihrer Private-Equity-Fonds zu tokenisieren. Das über 830 Milliarden Dollar an Assets verwaltende Unternehmen wird die auf Polygon aufbauende Tokenisierungsplattform Securitize für die Tokenisierung einen Teil seines „Equity Opportunities Fund V“-Fonds nutzen. In den Fonds, für den gewöhnlicherweise eine Mindestinvestitionssumme von fünf Millionen Dollar gilt, kann nun per Token schon mit 20.000 Dollar investiert werden.  Der Equity Opportunities V-Fonds ist nicht der erste Versuch von Securitize. Schon früher haben sie dabei geholfen, einen diversifizierten Kunstfonds mit einem Volumen von 25 Millionen US-Dollar aufzulegen, bei dem die Token-Inhaber nach einer einjährigen Sperrfrist ihr jeweiliges Kapital auf dem Sekundärmarkt handeln konnten. Deshalb haben wir bei 21shares in den letzten Monaten betont, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten der nächste wichtige Impulsgeber darstellt, der institutionelle Anleger anzieht. Es ist daher ermutigend zu sehen, dass mehr Grundlagen geschaffen werden mit dem Ziel, die Vorteile von DeFi auf das traditionelle Finanzwesen zu übertragen.

Das Metaverse und Non-Fungible-Tokens (NFTs)

Abb. 5: Performance der wichtigsten NFT-Marktplätze im Februar

Quelle: 21Shares, Dune Analytics
Der makroökonomische Druck forderte von der NFT-Branche einen direkten Tribut: Der NFT-Marktplatz Magic Eden kündigte über seinen CEO und Mitgründer Jack Lu an, im Rahmen einer unternehmensweiten Umstrukturierung 22 Mitarbeiter zu entlassen, um seine Ziele in diesem Jahr zu erreichen. Darüber hinaus ist der kettenübergreifende NFT-Marktplatz eine Partnerschaft mit der Web 3-Zahlungslösung MoonPay eingegangen, um Kreditkartenzahlungen einzuführen, dies es Nutzern ermöglichen, NFTs Blockchain übergreifend mit einer Kredit- oder Debitkarte, Apple Pay und Google Pay zu kaufen. MoonPay schloss sich zudem mit LooksRare zusammen. Mit der branchenweiten Initiative soll der Sprung in eine Blockchain übergreifende Zukunft geschafft und der Einstieg der Nutzer in die Massenanwendung erleichtert werden.
 
Blur schlägt OpenSea: Der NFT-Marktplatz Blur brachte inmitten von Berichten über eine potenzielle Kapitalerhöhung bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar den Token BLUR in Umlauf. Der Airdrop belohnte aktive NFT-Trader rückwirkend – der BLUR-Token weist einen Gesamtvorrat von drei Milliarden Token auf, von denen 360 Millionen (12 Prozent) am 14. Februar von Nutzern beansprucht werden konnten. Am 20. Februar wurde BLUR bei 1,20 US-Dollar gehandelt, was einem Wert der ausgegebenen Token von mehr als 430 Millionen Dollar entspricht.
 
Als Reaktion darauf kündigte OpenSea an, vorübergehend zu einem Null-Prozent-Gebührenmodell überzugehen. Darüber hinaus wolle der NFT-Marktplatz zu einem Modell mit einem Mindestverdienst von 0,5 Prozent für alle Sammlungen ohne On-Chain-Durchsetzung übergehen, so dass Verkäufer mehr zahlen können. OpenSea wird daneben auch den "Betreiberfilter" aktualisieren, um Verkäufe über NFT-Marktplätze mit denselben Richtlinien (einschließlich BLUR) zu ermöglichen.
 
Angesichts der Volatilität in diesem Bereich ist es ein häufiger Fehler, Vorhersagen auf der Grundlage eines nachlaufenden Indikators wie dem Preis zu treffen. Der einzig maßgebliche Indikator sind jedoch die Fundamentaldaten, das gilt insbesondere in der NFT-Branche. Die Innovation in diesem Bereich ist demzufolge der stärkste Indikator dafür, welcher Marktplatz florieren wird.
Leena ElDeeb ist als Research Associate Mitglied des Research-Teams von 21.co, vormals 21Shares und ursprünglich Wirtschaftsjournalistin. Für 21Shares untersucht und erklärt sie den Kryptomarkt mit einem besonderen Fokus auf regulatorische und ökologische Auswirkungen.
Karim AbdelMawla ist Research Associate bei 21.co, wo er Einblicke in das globale Kryptoasset-Ökosystem bietet. Er studierte Internationale Beziehungen und Journalismus. Vor 21Shares arbeite Karim arbeitete als Forschungspraktikant am Cambridge Center for Alternative Finance. Dort arbeitete an der Veröffentlichung der 3. globalen Kryptoasset Benchmarking-Studie über die globale Digital Asset-Industrie mit. Karim studiert zudem derzeit im Master über Blockchain und digitale Währung an der Universität von Nikosia.
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