Europäische Banken: Frühlingssprossen nach mehr als zehn Jahren Winter?

Das aktuelle Anlagethema von theScreener
Skyline Frankfurt / Bild: Commerzbank
Die europäischen Banken haben ein schwieriges Jahrzehnt hinter sich. Sie mussten sich an laufend ändernde aufsichtsrechtliche Anforderungen anpassen, ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld meistern und vielfach interne Altlasten bewältigen. Infolgedessen haben sie in Bezug auf Wachstum, Rentabilität und Börsenwert gegenüber ihren amerikanischen und asiatischen Mitbewerbern erheblich an Boden verloren.
 
Dieser Trend könnte sich nun umkehren. Seit letztem Herbst haben die europäischen Banken wieder an Kraft gewonnen und an der Börse beeindruckende Gewinne erzielt.

Unsere aktuelle Sektoranalyse gibt einen Überblick über die wichtigsten europäischen Akteure, die jüngsten Gewinner und Verlierer, ihre wichtigsten Kennzahlen und vieles mehr.

Beeindruckende Performance

Im Sektor Banken sind ca. 65 Prozent der Börsenmarktkapitalisierung der Branche Banken und
Finanzdienstleistungen vertreten und ca. 9 Prozent des europäischen Marktes. theScreener analysiert 286 Gesellschaften in diesem Sektor. Den Sektor Branchen, Geldinsitute und Finanzdienstleistungen beherrschen die Banken mit fast 67 Prozent, gefolgt von Immobilienbesitz & Entwicklung mit 8,5 Prozent und Spezialfinanzen mit 7,15 Prozent.

Performance der zwanzig größten Institute

Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate haben sich alle (!) der zwanzig größten europäischen Bankinstitute positiv entwickelt, gleiches gilt, wenn man nur das Jahr 2023 betrachtet. In der 12-Monats-Perspektive eindeutig vorne liegt die Uni Credit mit 82,6 Prozent, gefolgt von Standard Chartered mit 54,3 Prozent und der Banco Bilbao BBVA mit 45 Prozent. Auch die Caixabank mit 43,9 Prozent und die ING Group mit 41,5 Prozent lagen noch über den 40 Prozent. Schlusslicht mit nicht einmal 1 Prozent bildet die britische Barclays Bank, ansonsten legten außer der Credit Agricole mit 9,3 Prozent alle Institute zweistellig zu. Die nach der Marktkapitalisierung größte europäische Bank, die HSBC, brachte es immerhin auf ein Plus von 28,3 Prozent. Schauen wir nur auf das noch junge Jahr 2023 liegt wieder die Uni Uni Credit mit immer noch 45,8 Prozent vorne, gefolgt von der Banco Santander mit 32,8 Prozent und der Banco Bilbao mit 32,8 Prozent.

Der beste Gesamteindruck

Wie immer stellen wir hier auch die Institute mit dem besten Gesamteindruck vor, dabei finden nicht nur die größten zehn Berücksichtigung. theScreener ermittelt diesen Gesamteindruck aus dem Zusammenspiel fundamentaler Faktoren wie (P/E, Wachstum, Gewinnrevisionen, Dividendenerträge usw.), technischer Indikatoren (Trend und relative Performance) sowie Sensitivitätsfaktoren (das Verhalten der Aktie bei Marktproblemen und bei spezifischen Ereignissen). Hier lag an der Spitze die Nova Ljublanska Bank, gefolgt von Standard Chartered, der Caixabank, der Bankinter SA aus Spanien und der norwegischen Sparebank.
Die gesamte Analyse und weitere spannende Themen finden Sie hier zum Downloaden!

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

BBVA Rg 10,01 0,00%
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Bankinter Br 7,916 0,84%
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Banco Santander Rg 4,7855 -1,00%
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Caixabank 5,054 0,00%
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Credit Agricole 15,775 0,19%
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Standard Charter Rg 9,12 0,00%
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HSBC Hldg Rg 8,149 0,38%
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Barclays Rg 2,488 -2,43%
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UniCredit N 36,035 -1,53%
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ING Group Rg 16,518 -0,07%
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