Der IPO von Freshwork - frischer Wind am CRM Markt

Thomas Rappold
Bild: Thomas Rappold
Marc Benioff, Gründer von Salesforce, darf sich zurecht als König der Unternehmenssoftware für Kundenbeziehungsmanagement feiern lassen. Das Segment gilt mit einem Marktvolumen von 43,7 Mrd. Dollar inzwischen als größter B2B-Einzelmarkt und die weiteren Wachstumsprognosen sind  äußerst rosig. Die CRM Industrie soll bis 2028 im Schnitt mit 10,6 Prozent pro Jahr wachsen auf ein Marktvolumen von rund 100 Mrd. Dollar. Salesforce will sich durch die 27 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Kommunikationsspezialisten Slack auch weiterhin ein großes Stück des lukrativen Kuchens abschneiden. In der Vergangenheit war Salesforce eine Wachstumsgeschichte par excellence. In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Umsatz Hockeyschläger-like um mehr als 1.000 Prozent. Salesforce zeigte Erzrivalen wie Adobe, Microsoft, SAP und Oracle regelmäßig die Rücklichter. Benioff beglückte auch seine Aktionäre: Der kumulative Wertzuwachs betrug seit dem IPO im Juni 2004 mehr als 5.000 Prozent, was einer durchschnittlichen Jahresrendite von mehr als 26 Prozent entspricht. Selbst Renditekönig Warren Buffett kann da mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway nicht mithalten.

Freshworks als veritabler Konkurrent

Doch nun könnte Benioff mit dem Börsengang von Freshworks ein veritabler Konkurrent erwachsen. Freshworks wurde von dem indischen Entrepreneur Girish Mathrubootham gegründet, nachdem er bei der Rückgabe eines kaputten Fernsehers mit einem schlechten Kundenservice zu kämpfen hatte. Inzwischen hat er eine vollständige Produktsuite bestehend aus den Services Kundenbeziehung, IT Service Management und Vertrieb und Marketing entwickelt. Der Börsengang erfolgte am 22. September und Freshworkes sammelte über 1 Mrd. US-Dollar ein. Das Unternehmen platzierte 28,5 Mio. Aktien zu einem Preis von 36 Dollar - die Preisspanne war zwischen 28 und 32 Dollar gelegen. Aktuell verfügt Freshsworks über mehr als 50.000 Kunden und der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten auf 169 Mio., gegenüber 111 Mio. Dollar im Vorjahr. Gleichzeitig ging der Verlust von 57 Mio. auf 9,8 Mio. Dollar zurück und der Unternehmen erzielte einen freien Cashflow in Höhe von 30 Mio. Dollar. Das Wachstum hat aber auch seinen Preis: Anleger zahlen bei Freshworks mehr als das 27-fache des Umsatzes!
Der Artikel erschien - so ähnlich - zuerst in Börse Online
Thomas Rappold ist ein exzellenter Kenner der Technologieszene. Der schwäbische Internet-Unternehmer (Fin-Techs Numbrs und Divizend) gilt als Erfinder des „Value-Investing“ in Technologieaktien und hat die Bewertungskonzepte der Value-Investoren Warren Buffett und Charlie Munger (Berkshire Hathaway) auf den Tech-Sektor übertragen. Als Silicon Valley-Insider schrieb Rappold nicht nur Bestseller wie „Silicon Valley Investing“ und „Peter Thiel“, sondern war als einer der ersten Absolventen des europaweit ersten Studiengangs „Medieninformatik“ an der Entwicklung bahnbrechender Finanzportale für den Münchner Versicherungsriesen Allianz beteiligt. Der Gründer zahlreicher Internet-Start-ups entwickelt zudem führende Technologie-Indizes für Themenzertifikate zu den Megathemen Industrie 4.0 (ISIN: DE000VS8Y403), Cybersecurity (DE000VS5ZCS6), Artificial Intelligence (DE000VL3SJB4), Blockchain Technology (DE000VL9NBT1) sowie 5G Technology (DE000VA9H372).  Mehr über Thomas Rappold und das Silicon Valley finden Sie auf seiner Homepage www.silicon-valley.de.

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