Aktien überleben Trumps Handelskrieg

Lars Skovgaard Andersen, Danske Invest
Lars Skovgaard Andersen / Bild: Danske Invest
Ein einziger Tweet von Donald Trump hat die Finanzmärkte auf den Kopf gestellt: Über Twitter kündigte der US-Präsident am 5. Mai 2019 höhere Zölle auf chinesische Waren an. Augenblicklich wandelte sich die Stimmung von Harmonie in Unsicherheit – und seither steigen und fallen die Aktienkurse im Takt mit den Meldungen über den Handelskrieg.

Doch wie schlimm ist die Lage wirklich?

Obwohl die Unsicherheit momentan hoch ist, sehen wir langfristig starkes Renditepotenzial bei Aktien.
 
Klar ist: Die Erwartung eines kurz bevorstehenden Handelsabkommens war einer der Treiber für die Kursanstiege an den Aktienmärkten im Jahr 2019. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass dies nur eines der Puzzleteile im Gesamtbild war. Aktien haben auch durch andere Faktoren Rückenwind erhalten: Von den Zentralbanken in Europa und den USA, von dem Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung und von einer Reihe guter Unternehmensergebnisse. Für uns fällt das Gesamtbild auf Zwölf-Monats-Sicht daher eher positiv als negativ aus, auch wenn kein Zweifel daran besteht, dass die Perspektive kurzfristig verschwommen daherkommt.
 
Wir gehen davon aus, dass globale Aktien im Laufe der kommenden zwölf Monate eine Rendite von 4 bis 7 Prozent erzielen werden und da die Zinsen voraussichtlich noch längere Zeit niedrig bleiben, sind Aktien attraktiver als Anleihen.
Lars Skovgaard Andersen ist Investmentstratege bei Danske Invest.