Korrekturen sind ein Teil des Spiels

Michael Winkler, St. Galler Kantonalbank Deutschland AG
Michael Winkler / Bild: St. Galler Kantonalbank Deutschland AG
Die Nervosität der Anleger, die sich seit Jahresanfang in der deutlich gestiegenen Schwankungsbreite der Kurse zeigt, wird die Aktienmärkte wohl vorerst auch weiter im Griff haben. Derzeit drückt vor allem die Angst vor den Folgen der Zinserhöhungen auf die Stimmung vieler Marktteilnehmer und lässt diese entsprechend vorsichtig werden; andere wiederum setzen ihre Hoffnung auf die angelaufene Berichtssaison. Während sich der deutsche Leitindex DAX seit bereits 10 Monaten impulslos zwischen 15.000 und 16.300 Punkten seitwärts bewegt, zeigt sich das gemischte Stimmungsbild unter den Anlegern vor allem mit Blick auf den US-amerikanischen Technologieindex Nasdaq, dessen Schwankungsbreite zuletzt zwischen 13.800 und 15.200 Punkte lag.

Rekordverdächtige Einzelwertvolatilität

Zählte zu den Gewinnern der Berichtssaison der Tech-Giganten: Microsoft. Im Bild die Deutschlandzentrale in München-Schwabing
Abermals haben weltweit führende Technologie-Giganten wie die Google Mutter Alphabet, Amazon und Microsoft starke Zahlen vorgelegt, die von den Anlegern mit entsprechenden Kursausbrüchen zwischen +8 und +18 Prozent nach oben honoriert wurden. Anders sah es dagegen bei Unternehmen wie Meta Platforms, ehemals Facebook, Netflix und Paypal aus, deren Ergebnisse eher enttäuschend ausfielen. Die anschließende Korrektur von zeitweise -23 Prozent bei Meta Platforms, -20 Prozent bei Netflix und -25 Prozent bei Paypal, bei der die Einzelwertvolatilität in dieser US-Berichtssaison rekordverdächtig war, mag zwar vergleichsweise hoch ausfallen. Allerdings sollte der Schock darüber dem grundlegenden Marktverständnis weichen, dass Korrekturen schon immer ein Teil des großen Spieles an der Börse waren.

Gute Chancen für Anleger

Auch wenn die Zeichen an den Aktienmärkten derzeit auf Sturm zu stehen scheinen und sich Anleger zunächst noch mit dem sich verändernden Zinsumfeld anfreunden müssen, so mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich die zuletzt deutlich abverkauften Technologiewerte nun ihren antizyklischen Kaufzonen annähern. Zum einen ist die weltweite Konjunkturentwicklung für das laufende Geschäftsjahr solide aufgestellt. Daran dürften auch die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie zwischen China und Taiwan nichts ändern. Zum anderen sollten die Unternehmensgewinne weiterhin steigen, was vor allem auf die nach wie vor gut gefüllten Auftragsbücher zurückzuführen ist. Gute Chancen finden Anleger in nächster Zeit vor allem im Halbleitersektor, wenngleich betont werden muss: Ein Ende der Volatilität ist derzeit nicht in Sicht.
Michael Winkler ist Leiter Anlagestrategie bei der St. Galler Kantonalbank Deutschland AG
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