Tech-Sektor treibt Nikkei in neue Höhen
Der japanische Aktienmarkt nimmt die Währungsschwankungen gelassen hin. Vor kurzem ist der Yen gegenüber dem Dollar auf ein Mehrjahrestief gefallen. Darin sahen einige Experten einen Treiber für die Tokioter Börse. Selbst inmitten der aktuellen weltpolitischen Ungewissheit erklomm der exportlastige Nikkei neue Rekorde und ließ den breiteren TOPIX hinter sich, der seinerseits binnen Jahresfrist um über 40 Prozent gestiegen ist.
Wie hilfreich ist der schwache Yen?
Der Dollar/Yen-Kurs ist im Jahresvergleich um etwa 6 Prozent gestiegen, der Nikkei hat mehr als 60 Prozent zugelegt. Die Betriebsgewinne der bekanntesten japanischen Exporteure fielen durch die Yen-Abwertung zwischen 0,3 Prozent und 2,8 Prozent (geschätzt) höher aus – ein krasser Gegensatz zu den stattlichen Gewinnen im Nikkei. Unwahrscheinlich daher, dass die Yen-Schwäche ein primärer Treiber für die Aktienperformance war.
Tech-Investitionsboom treibt Aktienkurse
In den USA hat der SOX-Index (für Halbleitertitel) dank starker Tech-Investitionen den Dow Jones Industrial Index deutlich übertroffen. Im Zusammenhang mit dem weltweiten Boom bei den Halbleiterinvestitionen und dem immer engeren Kursanstieg spielt der Yen eher die Rolle eines schwachen Verstärkers.
Viele japanische Unternehmen investieren nachhaltig und produktivitätssteigernd in Technologie. Diese Investitionen wirken jedoch nur langsam. Überstrahlt werden sie vom globalen Investitionsboom – und dieser erklärt auch einen größeren Teil der Nikkei-Rally. Dabei kann es immer wieder Schwankungen geben, doch diese positiven Faktoren dürften dazu führen, dass der langfristige Aufwärtstrend am Aktienmarkt anhält.
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