Naomi Fink, Amova AM
Markt beginnt strengere FED einzupreisen
Naomi Fink, Amova AM
Die FED: Reaktionsfunktion - neu bewertet – Markt beginnt strengere FED einzupreisen
Die jüngsten realisierten Daten liefern jedoch kein einheitlich restriktives Signal:
- Die monatliche Inflationsrate hat nachgegeben
- Die Kerninflation hat sich abgeschwächt
- Das Beschäftigungswachstum hat sich verlangsamt
Die Märkte scheinen diese Daten jedoch als rückblickend zu betrachten und legen größeren Wert auf hartnäckige Inflationserwartungen.
- Eine Aufschlüsselung der US-Zinskurve zeigt, dass etwa die Hälfte der Renditeprämie am langen Ende durch Inflationserwartungen getrieben wird, die andere Hälfte jedoch durch Realzinsen, was auf eine „höher für länger“-Politik der Fed hindeutet.
- Die US-Laufzeitprämie ist ebenfalls gestiegen, trägt jedoch vergleichsweise weniger bei als die risikoneutralen Renditen, was ebenfalls auf Erwartungen einer „länger anhaltend höheren“ Geldpolitik hindeutet.
- Der Markt beginnt, eine strengere Fed einzupreisen, anstatt lediglich stärker als erwartete Daten zu berücksichtigen.
- Dies hängt natürlich weiterhin von den kommenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten ab.
Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten beispielsweise dazu führen, dass ein Teil der kürzlich eingepreisten Straffung wieder aus den Kursen herauspreist.