Keine Straffung in den USA: Konjunktur steht im Vordergrund
Keine lockere Geldpolitik bei der Fed
Im Vergleich zu den 2,25 Prozent der Eurozone ist die Ausgangssituation in den USA mit einem Zinsniveau von 3,5 Prozent anders – locker ist die Geldpolitik der Fed nicht. Hinzu kommt: Im sogenannten Beige Book der Fed wird auf eine K-förmige Entwicklung der Wirtschaft hingewiesen, wonach sich die wirtschaftliche Situation von Haushalten mit niedrigen Einkommen verschlechtert, während höhere Einkommensgruppen weiterhin profitieren.
Anspruchsvolles Unterfangen
Warsh dürfte diese Diagnose auf der Pressekonferenz unterstreichen und deshalb die Zinsen unverändert lassen. Er dürfte zudem seine geldpolitischen Prioritäten vortragen. Dazu gehören aus unserer Sicht insbesondere weniger „Forward Guidance“ sowie eine Verringerung des Einsatzes der Fed-Bilanz zum Kauf von Staatsanleihen. Angesichts der Erwartungen der Regierung wird dies ein anspruchsvolles Unterfangen. Trotz der vielen Diskussionen und der großen medialen Aufmerksamkeit rechnen wir für 2026 mit einem unveränderten Zinsband von 3,5 bis 3,75 Prozent.