Kein sicherer Hafen
Aussicht auf Verhandlungen bringt leichte Erholung
Die Aussicht auf Verhandlungen zwischen dem Iran und der Trump-Administration brachte zumindest zu Beginn des neuen Monats eine leichte Erholung an den Märkten. So sind beispielsweise europäische Aktien von ihren Tiefständen Ende März um rund 4 Prozent gestiegen, obwohl Brent-Öl weiterhin deutlich über 100 USD pro Barrel verharrt. Trotz der weiterhin erhöhten Unsicherheit und den anhaltenden geopolitischen Spannungen bleiben wir konstruktiv gestimmt: In unserem Basisszenario erwarten wir eine Deeskalation im Nahen Osten. Dennoch bleibt die Unsicherheit um den weiteren Verlauf des Konfliktes hoch. Wir halten es in dieser Phase daher für angebracht uns näher an unserer Benchmark auszurichten.
Kurzfristiger Ausblick
Nach dem verlängerten Osterwochenende ist der Nahost-Konflikt bereits in die sechste Woche übergegangen und bleibt das bestimmende Thema der Kapitalmärkte. Zwar hatte Trump ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt, dem Iran jedoch gleichzeitig das Ultimatum bis heute Nacht gesetzt einen Deal zu schließen, der unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Heute stehen zunächst einige Einkaufsmanagerindizes der Eurozone (Mrz.) sowie die Auftragseingänge langlebiger Güter aus den USA (Feb.) auf dem Kalender. Am Donnerstag wird neben den Industrieproduktionsdaten aus Deutschland (Feb.) auch der PCE-Preisindex aus den USA (Feb.) veröffentlicht. Am Freitag dürften dann die Verbraucherpreise aus den Vereinigten Staaten (Mrz.) im Fokus der Märkte stehen. Nächste Woche folgen die Erzeugerpreise aus den USA (Mrz.) sowie die finalen Verbraucherpreise der Eurozone (Mrz.). Zudem startet nächste Woche die Berichtssaison für das erste Quartal. Diese dürfte weitere Erkenntnisse über die Lage und den Ausblick der Unternehmen geben.
Der Berenberg-Monitor erscheint zweiwöchentlich und gibt mithilfe wiederkehrender Abbildungen und Daten einen strukturierten Überblick über die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und beleuchtet jeweils eine wichtige Entwicklung näher.
- Für reine Aktien-Anleihe-Portfolios war der März ein Monat zum Vergessen: Die beliebte 60/40-Strategie, bestehend aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen, bescherte Anlegern einen ordentlichen Verlust von knapp 5 Prozent.
- Der jüngste Rücksetzer dieser Strategie ist jedoch kein Einzelfall: Auch 2022 versagten Anleihen in der Rolle als Diversifikator im Portfolio.
- Die Entwicklung im März verdeutlicht einmal mehr die Wichtigkeit von alternativen Anlageklassen wie bspw. Rohstoffen als Portfoliodiversifikator.
Ausgewählte Asset-Klassen aus dem Märkte-Monitor
- Der Nahost-Konflikt bleibt das bestimmende Thema der Kapitalmärkte. Er sichtlich wird dies an einem unverändert hohen Ölpreis, welcher über die letzten vier Wochen um rund 10 Prozent und seit Jahresstart um 86 Prozent angestiegen ist.
- Während insbesondere zinssensitive Anlagen wie Gold und REITs über die letzten vier Wochen verloren, wertete der US-Dollar erneut leicht auf. Aktien der Industrienationen gaben zuletzt ebenfalls leicht nach.
- Ein Blick auf die Performancerangliste verrät, dass Anleger inzwischen deutlicher zwischen Energieexporteuren und Energieimporteuren unterscheiden: So legten unter anderem lateinamerikanische Aktien über die letzten vier Wochen deutlich zu, während deutsche Aktien klar das Nachsehen hatten.
- Neben deutschen Aktien gaben US-Aktien in Euro gerechnet über die letzten vier Wochen am stärksten nach.
- Weltweit gestiegene Renditen führten auch zu Verlusten bei Anleihen. Während sich chinesische Staatsanleihen davon lösen konnten und über die letzten vier Wochen in Euro gerechnet leicht zugelegt haben, verloren britische Staatsanleihen am stärksten an Wert.
- Für Euro Investoren waren USD-Hochzinsanleihen über die letzten Wochen das ertragsreichste Anleihe-Segment. Europäische Unternehmensanleihen taten sich hingegen schwer.
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Datum 23.03.2026