Kaufchancen für Gewinneraktien
Kein Wachstum im Tal
Für uns Erdenbürger bleiben die Zeiten schwierig. „Märkte verlieren Hoffnung auf Deeskalation in Nahost“, berichtet die Börsen-Zeitung. „Ifo: Iran-Krieg trifft 90 Prozent der deutschen Industrie“, stellt die Frankfurter Allgemeine Zeitung fest. Und es wird nicht besser: „Iran-Krieg sorgt für stärksten Preisschub seit 2022“, entnehmen wir noch einmal der Börsen-Zeitung als Schlagzeile. „Null-Wachstum wird der neue Normalzustand“, meldet Die Welt. Kann man auch so übersetzen: „Nix ist das neue Normal“. Verhaltener gibt sich die Süddeutsche Zeitung: „Energiepreisschock bremst das Wachstum“. Aber man kann eben auch bis zum Stillstand abbremsen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht es nicht rosig aus, der Frühling führt zu keinem Schub in Sachen Beschäftigung: „Das Tal wird halt einfach ein bisschen länger“, konstatiert BA-Chefin Andrea Nahles nüchtern, zitiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. So lange es nicht die norddeutsche Tiefebene wird…
Elektrisierend durch die Krise
Potzblitz, was bieten die Finanzmagazine in diesen kriegerischen Zeiten? Tatsächlich hat sich Börse Online für einen Blitz auf dem Titel entschieden, denn der zielt diese Woche auf „Elektrisierende Kaufchancen“ ab. Genauer: „4 Boom-Märkte – 16 Gewinner-Aktien – 70 Prozent Potenzial“. Die Ziffer Sieben aus Beton zeigt uns Der Aktionär auf dem Cover, denn es geht einmal mehr um „7 starke Aktien – Tech, Energie, Rohstoffe – diese Top-Werte trotzen jeder Krise“. Mit hübsch bunten Euro-Schein-Bündeln macht Focus Money auf: „Dividenden ohne Ende“, so lautet die Parole und weiter: „Sichere Gewinne in der Krise, bis zu 10 Prozent Rendite pro Jahr“. Euro am Sonntag rät zum Nachmachen: „Insider schlagen zu: Diese Aktien jetzt kaufen!“ Gemeint ist selbstverständlich das Abzielen auf veröffentlichte Insidermeldungen!
Goldene Schokolade
Manches bleibt rätselhaft. Der Goldpreis ist wieder gefallen. Der Preis für Kakao ebenfalls. Trotzdem bewegt sich der Kurs für den Goldhasen eines bekannten Herstellers aus der Kaiserstadt Aachen auf Höchstniveau und es ist davon auszugehen, dass er das hohe Niveau noch bis einschließlich Samstag hält. Ebenso wie seine Hasenkollegen anderer Marken. Grund genug für die WirtschaftsWoche, den Preis einmal genauer auseinanderzuklamüsern: „So setzt sich der Preis eines Schoko-Osterhasen zusammen“, macht uns die Überschrift neugierig. Nach Produktion, Marketing, Logistik, Glöckchen und Gewinn kommt dabei heraus, dass der Osterhase mehr als das Doppelte wie die reine Tafel Schokolade kostet. Außen Gold und innen hohl hat eben seinen Preis. Ein Tipp hält die WirtschaftsWoche für uns Sparfüchse noch bereit: Nach Ostern sinkt der Preis oft um die Hälfte und Osterhasen halten bei richtiger Lagerung 1,5 Jahre. Gut verstecken und gut lagern, heißt es da. Doch man muss gar nicht zum Schokohasen greifen, denn der Münchner Merkur belehrt uns: „Nicht der Hase: Hier bringt an Ostern ein anderes Tier die Eier – und das ist der Grund“. In der Schweiz übt das Osterhasenamt nämlich der Kuckuck aus, der ja gewohnheitsgemäß Eier in fremde Nester legt. In der Karibik ist es sogar ein Fisch, auch wenn wir uns das Verstecken an Land mindestens so schwer vorstellen können wie die Eierablage unter Wasser.