Flugbenzin im Höhenflug
Fünf Tage nach Beginn von Operation Epic Fury haben US-Aktien trotz der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei bislang vergleichsweise ruhig reagiert. Es scheint, als setzten Anleger auf eine schnelle Deeskalation, wofür Präsident Trump zweifellos zahlreiche Anreize hat. Die öffentliche Unterstützung für den Krieg ist gering, für einen Einsatz von Bodentruppen noch geringer. Entsprechend gehen wir davon aus, dass diese politischen Zwänge die Regierung zu einer raschen Lösung drängen werden, zumal in diesem Jahr noch die US Zwischenwahlen anstehen und ein spürbarer Anstieg der Benzinpreise beziehungsweise eine breitere Inflationswelle politisch höchst unwillkommen wäre. Gleichzeitig neigen Konflikte dieser Art dazu, sich zuzuspitzen, und das Zeitfenster für eine Lösung ohne größere Marktverwerfungen ist begrenzt. Sollte sich die Auseinandersetzung bis Ende März hinziehen, dürfte der Ölpreis in Richtung der Marke von 150 US Dollar je Barrel tendieren. Eine Möglichkeit, dem starken und schnellen Ölpreisanstieg entgegenzuwirken, wäre das Anzapfen strategischer Ölreserven. Unser Basisszenario bleibt, dass der Konflikt in absehbarer Zeit (etwas) abkühlt, auch wenn die Risiken zuletzt spürbar zugenommen haben.
Kurzfristiger Ausblick: Nahost-Konflikt im Mittelpunkt
Auch in dieser Woche dürfte der Nahost-Konflikt das treibende Thema an den Märkten sein, bei dem bislang noch kein Ende absehbar ist. Wenngleich unser Basisszenario ein zeitnahes Kriegsende vorsieht, besteht das Risiko einer längeren Auseinandersetzung und damit auch länger höheren Energiepreisen, welche sich negativ auf die Verbraucherpreise auswirken könnten. Abseits vom Nahost-Konflikt fanden am Sonntag die Landtagswahlen in Deutschland statt. Heute Morgen erschienen neben den chinesischen Verbraucherpreisen (Feb.) zunächst Daten zur Industrieproduktion aus Deutschland (Jan.). Morgen stehen zudem die deutschen Exportdaten (Jan.) auf dem Kalender. Der Fokus dürfte sich jedoch auf die US-Verbraucherpreise (Feb.) am Mittwoch richten. Während am Donnerstag die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung (Mrz.) veröffentlicht werden, erscheinen am Freitag Daten zu den Einkommen & Ausgaben privater Haushalte aus den USA (Jan.) sowie das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan (Mrz.). In der Folgewoche stehen wichtige Zentralbanksitzungen an.
- Der durch den Nahost-Konflikt aus gelöste Ölpreisanstieg von rund 25 Prozent führte zu deutlichen Verwerfungen entlang der gesamten Versorgungskette. Besonders sichtbar wird dies bei raffinierten Ölprodukten wie europäischem Flugbenzin, welches seit der Eskalation über 80 Prozent zulegte und damit neue Höchststände markierte.
- Der Preisanstieg von Rohöl (Brent) dürfte somit nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Verbraucher merken dies bereits an überproportional stark gestiegenen Benzinpreisen.
Ausgewählte Asset-Klassen aus dem Märkte-Monitor
- Der gestiegene Rohölpreis (Brent) stand zuletzt im Fokus der Märkte. Seit Jahresbeginn legte Brentöl rund 57 Prozent zu und handelt nahe den Höchstständen der vergangenen Jahre.
- Der Anstieg des Goldpreises von 21 Prozent seit Jahresstart wirkt dagegen schon fast gering, zeigt jedoch auch die Suche nach sicheren Häfen in einem Umfeld gestiegener geopolitischer Risiken.
- Die Eskalation des Nahost-Konfliktes und die damit gestiegenen Rohölpreise haben insbesondere jene Aktien getroffen, welche eine große Abhängigkeit von Energieimporten haben, allen voran Aktien aus der Eurozone und Asien – auch wenn letztere über die letzten vier Wochen noch zu den größten Gewinnern zählen.
- US-Aktien haben sich zuletzt am besten entwickelt, auch dank eines starken US-Dollars.
- Trotz zuletzt gestiegener Staatsanleiherenditen entwickelten sich US-Staatsanleihen in den letzten vier Wochen auf Total-Return-Basis und in Euro gerechnet positiv.
- Während sich auch USD-Hochzins- und Unternehmensanleihen in Euro gerechnet positiv entwickelten, gaben EUR Finanz- und Nicht-Finanzanleihen sowie EUR Hochzinsanleihen leicht nach.
- Peripherieanleihen aus Europa vollzogen einen deutlichen Renditeanstieg.
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Datum 09.03.2026