Das Vermögen vieler Deutscher verstaubt in Garagen und Vitrinen
Während Aktien, Immobilien oder Gold selbstverständlich als Vermögenswerte gelten, fristen viele Raritäten in deutschen Haushalten noch immer ein Dasein als vermeintliches Hobby. Dabei schlummern in Kellern, Garagen und Vitrinen erhebliche Werte, von Luxusuhren über Oldtimer bis hin zu Kunstwerken. Internationale Marktanalysen zeigen, dass einzelne Sammelsegmente zunehmend unterschiedliche Dynamiken aufweisen und Alternativen zu klassischen Kapitalanlagen immer stärker als eigenständige Anlageklasse wahrgenommen werden.
Sachwertanlagen bestehen aus vielen Teilmärkten
Der Knight Frank Luxury Investment Index (KFLII), der die Entwicklung von zehn Sammlerkategorien bündelt, verzeichnete im vergangenen Jahr zwar ein Minus von 2,7 Prozent. Hinter diesem Gesamtwert verbargen sich jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Teilmärkten. Uhren legten innerhalb von zwölf Monaten um 44,8 Prozent zu, Münzen um 37,6 Prozent und Oldtimer um 22,0 Prozent. Dagegen entwickelten sich Kunst (-1,6 Prozent), Wein (-0,2 Prozent) und Farbdiamanten (-2,4 Prozent) schwächer. Wer ausschließlich auf Gesamtindizes blickt, übersieht die eigentliche Entwicklung. Sachwertanlagen bestehen heute aus vielen Teilmärkten, die sich sehr unterschiedlich entwickeln. Deshalb gewinnt die gezielte Auswahl einzelner Segmente zunehmend an Bedeutung.
Mercedes und Botero zeigen die wachsende Selektivität
Der Oldtimermarkt bestätigt diesen Trend. Der HAGI Top Index legte in den ersten acht Monaten des Jahres um 4,32 Prozent zu. Besonders deutlich fiel die Erholung bei Porsche aus: Der entsprechende Markenindex gewann 2025 bislang 19,65 Prozent, nachdem er im Vorjahr noch 11,38 Prozent verloren hatte. Gleichzeitig erzielte ein Mercedes-Benz W196 Grand Prix von 1954 bei RM Sotheby’s rund 51 Millionen Euro und wurde damit zum zweitteuersten jemals versteigerten Fahrzeug. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kunstmarkt. Das weltweite Auktionsvolumen der Häuser Christie’s, Sotheby’s und Phillips sank seit seinem Höchststand Anfang 2023 von rund 14 auf acht Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig entwickelten sich ausgewählte Künstler deutlich gegen den Trend. Werke von Fernando Botero erzielten nach seinem Tod innerhalb von zwölf Monaten Auktionserlöse von mehr als 45 Millionen US-Dollar. Die surrealistische Künstlerin Remedios Varo setzte im Mai 2025 mit 6,2 Millionen US-Dollar einen neuen Auktionsrekord und unterstreicht damit das Renditepotenzial ausgewählter Künstler.
Vom Hobby zur Vermögensanlage
Wie hoch der Gesamtwert privater Liebhaberstücke in Deutschland tatsächlich ist, lässt sich bislang nicht beziffern. Anders als bei Immobilien oder Wertpapieren existiert für Uhren, Oldtimer oder Kunstwerke in Privatbesitz keine systematische Erfassung. Internationale Analysen deuten jedoch darauf hin, dass sich in privaten Sammlungen erhebliche Vermögenswerte befinden. Viele dieser Werte bleiben bislang außerhalb der klassischen Kapitalbetrachtung. Ziel ist es, den Zugang zu dieser Anlageklasse zu erleichtern, die bislang vor allem vermögenden Privatanlegern und institutionellen Investoren vorbehalten war.
Disclaimer
Rechtlicher Hinweis: Diese Pressemitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Vermögensanlagen dar. Investitionen in Sachwerte und tokenisierte Vermögenswerte sind mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.