Besser als erwartet
Rückblick: Besser als erwartet
Dies alles sorgte dafür dass der DAX in der vergangenen Woche wieder in die Nähe der 25.000-Punkte-Marke geklettert ist. Konkret beendete er den Handel am Freitag bei 24.888,56 Punkten. Damit ist er im Wochenvergleich um 3,9 Prozent gestiegen. Der MDax machte 2,4 Prozent auf 32.108,27 Zähler gut. Und der TecDax verbesserte sich sogar um 6,3 Prozent auf 4.036,09 Punkte. Der m:access All Share wiederum stieg im Wochenvergleich um 2,2 Prozent auf 1.208,52 Zähler.
Zu den größten Gewinnern unter den Dax-Werten zählten einmal mehr Infineon. Die Papiere des Chip-Herstellers schossen um weitere 12,24 Prozent in die Höhe. Seit Jahresanfang haben sie damit um rund 94 Prozent zugelegt. Und auch Merck waren stark gesucht. Ihr Wochenplus belief sich auf 9,27 Prozent.
Im M-Dax machte insbesondere auch Sartorius Boden gut. Die Aktien des Laborausrüsters profitierten unter anderem von einem Bericht, wonach der Investor Elliott bei Sartorius-Großaktionär Bio-Rad eingestiegen ist. Die Papiere kletterten im Wochenvergleich um 11,92 Prozent.
Auch die Kurse an den deutschen Anleihenmärkten haben sich in der vergangenen Woche erholt; und dies, obwohl das Geschehen nach wie vor von Inflationssorgen überschattet wurde. So rechnet inzwischen das Gros der Marktteilnehmer damit, dass die Europäische Zentralbank im Juni die Leitzinsen anheben wird. Dennoch gab die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe im Wochenvergleich deutlich nach. Sie lag am Freitag im späten Geschäft bei 3,03 Prozent. Dies waren 12 Hundertstel weniger als eine Woche zuvor. Bereits zum Freitagmittag wurde die Umlaufrendite ebenfalls mit 3,03 Prozent errechnet. Damit war sie um 6 Basispunkte gegenüber ihrem Wert vom Freitag der Vorwoche gesunken.
Die US-Aktienmärkte wiederum haben in der vergangenen Woche ebenfalls zugelegt und dabei ihre Rekordjagd fortgesetzt. Als Grund dafür nannten Händler unter anderem die Hoffnung auf eine Einigung bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA sowie eine leichte Entspannung an den Anleihemärkten. Unter den führenden Indizes machte vor allem der Dow-Jones-Index Boden gut. Er legte in der vergangenen Woche um 2,1 Prozent zu und schloss am Freitag auf einem Rekordhoch von 50.579,70 Zählern. Der S&P-500-Index ging mit 7.473,47 Punkten ins Wochenende. Dies war ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber seinem Schlussstand am Freitag zuvor und bedeutete gleichzeitig seine achte Gewinnwoche in Folge. Der Nasdaq-Composite-Index kletterte um 0,5 Prozent auf 26.343,97 Zähler.
Ausblick: Kommt eine Einigung?
Einigen sich die USA nun mit dem Iran oder einigen sich beide Parteien nicht? Die Antwort auf diese Frage wird nach Auffassung der meisten Marktteilnehmer auch in der aktuellen Woche das Geschehen an den Aktienmärkten maßgeblich beeinflussen. Auch wenn US-Präsident Donald Trump in diesem Zusammenhang am Sonntag auf die Bremse getreten ist, scheint es aktuell nicht mehr darum zu gehen, ob sich beide Parteien einigen, sondern eher darum, wann die Einigung zustande kommt. Sollte dies schnell der Fall sein, würde dies nach Auffassung der meisten Marktteilnehmer zur Folge haben, dass bereits in der aktuellen Woche wieder andere Themen verstärkt in den Blickpunkt der Aktionäre rücken – und das sind neben dem Mega-Thema KI aktuelle Konjunkturdaten.
Hier ist der Terminkalender in der aktuellen Woche zunächst feiertagsbedingt sehr dünn besetzt, zum Wochenende hin dafür aber umso dichter. So werden z. B. am Donnerstag neueste Zahlen zum Geschäftsklimaindex in der Eurozone veröffentlicht sowie zum Bruttoinlandsprodukt in den USA, zu den persönlichen Konsumausgaben der US-Verbraucher und zu den Auftragseingängen für langlebige Verbrauchsgüter ebenfalls in den USA. Am Freitag wiederum stehen in Deutschland zwei wichtige Konjunkturindikatoren im Kalender. Denn dann werden sowohl die neuesten Arbeitslosenzahlen als auch die aktuellen Inflationszahlen bekanntgegeben.
Dünn bestückt ist derweil der Unternehmenskalender. Hier ragt in Deutschland lediglich die Hauptversammlung der Deutschen Bank heraus. Sie findet am Donnerstag statt.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag, 25.5: Die US-Börsen sind geschlossen.
Dienstag, 26.5: Entwicklung des Verbrauchervertrauens in den USA; Immobilienpreisindex für die USA.
Mittwoch, 27.5: DIW-Konjunkturbarometer; EU-Finanzstabilitätsbericht; ADP Beschäftigungsänderung in den USA.
Donnerstag, 28.5: ifo-Geschäftsklima Ostdeutschland; Geschäftsklimaindex für die Eurozone; Verbrauchervertrauen und wirtschaftliches Vertrauen in der Eurozone; Preisindex für persönliche Konsumausgaben in den USA; Erstanträge zur Arbeitslosenunterstützung in den USA; Bruttoninlandsprodukt in den USA; Entwicklung der persönlichen Einkommen in den USA; Auftragseingänge für langlebige Verbrauchsgüter in den USA.
Freitag, 29.5: Entwicklung der deutschen Arbeitslosenquote; Verbraucherpreisindex für Deutschland; Chicago EMI.