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Anlegerthema Norwegen - Mehr als nur Energie

Die weitere Entwicklung geopolitischer Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Irankonflikt, bleibt schwer prognostizierbar. Entsprechend rücken Märkte mit hoher makroökonomischer Stabilität und geringer Konfliktabhängigkeit zunehmend in den Fokus. Norwegen bietet in diesem Kontext ein interessantes Profil.

Ölplattform Gullfaks von Equinor /Bild: Equinor/ Ole Jørgen Bratland

Unterstützt durch robuste Energieeinnahmen, solide Staatsfinanzen und einen starken institutionellen Rahmen weisen zahlreiche Sektoren – darunter Finanzdienstleistungen, maritimer Industriebereich und Aquakultur – stabile Fundamentaldaten auf. Diese entwickeln sich in weiten Teilen unabhängig von globalen Krisenherden.

Markt und Branchen

Im norwegischen Markt finden sich weniger als 1 Prozent der weltweiten Börsenkapitalisierung mit insgesamt 63 durch theScreener analysierten Gesellschaften. Der OBX Index befindet sich gegenwärtig auf dem Höchststand der letzten 52 Wochen und 46 Prozent über dem tiefsten Kurs. Die Branche mit der größten Börsenkapitalisierung, Öl & Gas, repräsentiert 38 Prozent des norwegischen Marktes. Es folgen die Branchen Industrielle Erzeugnisse & Dienstleistungen mit 14 Prozent sowie Geldinstitute mit ebenfalls 14 Prozent, Nahrungsmittel und Getränke bringen es auf 9 Prozent. Die stärkste Performance im Jahr 2026 weist die größte Branche Energie mit 65 Prozent auf, gefolgt von Industrie mit 42 Prozent, Rohstoffen mit 31 Prozent, Chemie mit 27 Prozent.

Performance der größten Unternehmen 

Über die vergangenen 12 Monaten schnitten unter den nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen am besten  FRONTLINE, ein Spezialist von Öltransporten auf See mit Sitz auf Zypern, mit 116 Prozent, SUBSEA 7, auf Bohranlagen und Dienstleistungen ausgerichtet, mit 82 Prozent, der Spezialitäten-Chemie-Konzern YARA International mit 78 Prozent und der Aluminiumproduzent Norsk Hydro mit 71 Prozent ab. Nur ein einziges Unternehmen, das Verlagshaus VEND Marketplaces, lag in diesem Zeitraum im Minus. Bezieht man sich nur auf das Jahr 2026 nimmt der Öl- und Gasproduzent Equinor mit 77 Prozent die Spitzenposition ein, gefolgt vom Kfz-Hersteller Kongsberg Gruppen mit 60 Prozent und VAR Energi mit 53 Prozent.

Bester Gesamteindruck

Jenseits der größten Unternehmen präsentiert theScreener regelmäßig die Aktien mit dem besten Gesamteindruck, der sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Kriterien speist. Er kombiniert fundamentale Faktoren wie (P/E, Wachstum, Gewinnrevisionen, Dividendenerträge usw.), technische Indikatoren (Trend und relative Performance) sowie Sensitivitätsfaktoren (das Verhalten der Aktie bei Marktproblemen und bei spezifischen Ereignissen). Eine Milliarde US-Dollar sollten die Unternehmen allerdings schon auf die Waage bringen. Hier liegt AKER BP vor der VAR Energi, beide fokussiert auf die Erschließung und Produktion von Öl und Gas. Das Seefrachtunternehmen STOLT-Nielsen liegt auf Rang drei, dahinter folgen noch Equinor und SUBSEA 7.

Die gesamte Marktanalyse gibt Auskunft über Opportunitäten auch jenseits des Energiesektors.

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Andreas Lusser, CEO und François Cleyet leiten das Schweizer Analysehaus  theScreener. Gegründet im Jahr 2000 ist es eines der ersten in der Schweiz ansässigen Fintech-Unternehmen. theScreener bietet unabhängiges Aktienresearch, das auf einem leistungsstarken proprietären Modell und einer breiten Palette von Finanzindikatoren basiert , um Anlageideen zu identifizieren und Abwärtsrisiken zu steuern. Mit über 6’500 Unternehmen weltweit, 15’000 Fonds/ETFs, 18 Branchengruppen, 104 Sektoren, 44 Ländern und 55 Indizes, die zweimal wöchentlich ausgewertet werden, bietet theScreener eine unvergleichliche Abdeckung.