Weniger ist mehr: Das „Halving“ als deflationärer Mechanismus von Bitcoin

Adrian Fritz, 21Shares
Adrian Fritz / Bild: 21Shares
Auf wiederkehrender Basis – rund alle vier Jahre – durchläuft die Bitcoin-Blockchain einen Mechanismus, der zur Verknappung des Angebots des weltweit größten Kryptoassets dienen soll. Das „Halving“ („Halbierung“) reduziert die Belohnung, die Miner (also jene Teilnehmer der Blockchain, die neue Blöcke erzeugen) für die Aufwendung ihrer Rechenleistung erhalten, um 50 Prozent. Damit soll der zur Verfügung stehende Vorrat an Bitcoin in kontrollierter Weise reduziert und Bitcoin sukzessive zu einem deflationären Gut gemacht werden – durchaus vergleichbar mit Edelmetallen und anderen physischen Rohstoffen. Wir erläutern den Mechanismus im Detail und verraten, wann das nächste „Halving“ zu erwarten ist.
21 Millionen – das ist die Gesamtmenge an Bitcoin, die jemals „geschürft“, also an Miner für die von ihnen geleistete Validierung von Transaktionen ausgegeben werden können. Danach sollen Miner nur mehr durch die Ausgabe von Transaktionsgebühren, die sie von anderen Bitcoin-Besitzern erhalten, entlohnt werden. Dieser Mechanismus soll die Gesamtmenge an Bitcoin regulieren, ebenso wie das regelmäßig ausgelöste "Halving".
 
Denn mit jedem Halving sinkt die Belohnung, die ein Miner für das Schürfen eines Blocks erhält, um die Hälfte. Mit anderen Worten: Die Rate, mit der neue Bitcoin geschaffen werden, sinkt kontinuierlich. Jene Krypto-Enthusiasten, die Bitcoin als „digitales Gold“ erachten, verweisen auf die Parallelen zu physischen Edelmetallen wie Gold oder Silber, deren Abbau im Laufe der Zeit ebenfalls ressourcenintensiver und teurer wird. In den Anfangszeiten von Bitcoin im Jahr 2009 erhielt jeder Miner noch eine Belohnung von 50 BTC für die Schürfung eines Blockes. Nach drei „Halvings“ in den Jahren 2012, 2016 und 2020 beträgt die Belohnung noch 6,25 BTC – das entspricht zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 200.000 Euro. Ein Halving wird ausgelöst, sobald 210.000 Blöcke erzeugt wurden, was bis jetzt rund alle vier Jahre der Fall war.

Bullenmarkt als Folge vergangener Halvings

Interessant sind die Halving-Ereignisse nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch aufgrund der Kursentwicklung von BTC: Bis jetzt war jedes einzelne Halving mit einer starken Aufwärtsbewegung des Kurses verbunden, was auf die ausgelöste Angebotsverknappung an neuen Bitcoin und die damit verbundene Hoffnung auf Kursanstiege zurückzuführen ist. Auch wenn vergangene Kursentwicklungen keine sichere Prognose auf zukünftige Entwicklungen sind, bietet das nächste Halving, das nach aktueller Prognose für den April 2024 erwartet wird, Grund zur Spannung.

Transaktionsgebühren sollen Miner-Aktivität auch in ferner Zukunft garantieren

Aufgrund der steten Verlangsamung der Mining-Geschwindigkeit wird es lange dauern, bis alle 21 Millionen Bitcoin-Token geschürft ist – Erwartungen zufolge bis zum Jahr 2140. Doch auch wenn Miner für ihre für die Sicherheit der Blockchain wichtige Rechenarbeit keine „Block Rewards“ mehr erhalten, könnten sie ihre Arbeit fortführen. Denn neben dem Block Reward erhalten Miner auch die mit der Transaktion verbundene Transaktionsgebühr als Belohnung. Diese Gebühren machen zwar nur einen Bruchteil eines Bitcoin aus – doch könnte ihr Wert aufgrund der deflationären Entwicklung dieses Kryptoassets bis dahin stark gestiegen sein.
Adrian Fritz ist Senior Research Associate der Forschungsabteilung von 21.co, Dachunternehmen des Krypto-ETP-Emittenten 21Shares. Fritz absolvierte ein Masterstudium an der Hult International Business School in San Franciso und begann seine Karriere als Finanzanalyst. Danach war er als Broker und im Investmentbanking tätig. Vor seinem Einstieg bei 21Shares war er unter anderem bei Signature Management Consulting in Barcelona und als Analyst bei Cellnex Telecom in Zürich tätig.
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