Alle Augen blicken auf London

Robert Greil, Merck Finck Privatbankiers
Robert Greil / Bild: Merck Finck Privatbankiers
Kommende Woche blicken nicht nur die Finanzmärkte gebannt nach London: Schließlich soll dort am Dienstag das britische Parlament über Theresa Mays Brexit-Deal mit der EU abstimmen.

Shutdown - Stillstand in den USA

Nicht nur wegen dieses Events dürften die Börsen hochvolatil bleiben, sondern auch angesichts des anhaltenden Government Shutdowns in den USA sowie der weiter schwelenden Handelskonflikte und der konjunkturellen Verunsicherung. Die gegenwärtige Erholung der Aktienmärkte dürfte vorübergehend sein. Die schwächeren Konjunkturdaten und damit Gewinntrends der Unternehmen werden die Aktienmärkte im ersten Quartal vermutlich weiterhin belasten.

US-Konjunkturdaten können sich verspäten

Wegen des US-Regierungsstillstands ist auch die Veröffentlichung beziehungsweise der entsprechende Zeitpunkt einiger für kommende Woche geplanter amerikanischer Konjunkturdaten wie zum Immobilienmarkt und den Auftragseingängen der Industrie im November unklar. Fest terminiert sind in Amerika dagegen für Dienstag die Produzentenpreise, am Mittwoch die Einzelhandelsumsätze sowie am Freitag die Industrieproduktion – alles für Dezember. Am Freitag steht zudem das Michigan-Verbrauchervertrauen für Januar an.

BIP-Zahlen aus Deutschland

In Deutschland wird das Statistische Bundesamt am Dienstag das Bruttoinlandsprodukt des Jahres 2018 bekannt geben. Am Mittwoch folgt dann – wie auch für die Eurozone – die finale Dezember-Inflation. Für die gesamte Eurozone kommen ebenfalls am Montag auch die Handelsbilanz und die Industrieproduktion im November. Inflationszahlen folgen am Mittwoch auch in Großbritannien, wo am Freitag zudem die Einzelhandelsumsätze für Dezember kommen. Zu guter Letzt wird Japan am Freitag ebenfalls seine Inflationszahlen für Dezember publizieren
Robert Greil ist Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers