Fondsmanager: Eher Korrektur als Crash

Der wöchentliche Fonds-Kommentar
Bild: Bayerische Börse AG

Fondsvermögen der DWS-Grundbesitz-Gruppe übersteigt 10 Milliarden Euro

Offene Immobilienfonds waren in den vergangenen Monaten bei den Anlegern sehr gefragt, was sich auch bei den drei Produkten der Grundbesitz-Gruppe der DWS bemerkbar gemacht hat. Das Fondsvermögen des grundbesitz europa, des grundbesitz global und des grundbesitz Fokus Deutschland stieg binnen eines Jahres um insgesamt rund eine Milliarde Euro und betrug erstmals mehr als zehn Milliarden Euro. Allein in diesem Jahr sind den drei Fonds nach Zahlen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) netto 777 Millionen Euro zugeflossen, von denen der grundbesitz europa 680,7 Millionen Euro einwerben konnte. Allerdings bleibt der Abstand zwischen der DWS und Mitbewerbern in diesem Bereich trotz der jüngsten Mittelzuflüsse groß. So kommt Union Investment auf ein in offenen Immobilienfonds verwaltetes Vermögen von 32,7 Milliarden Euro, die Deka kann in den entsprechenden Produkten Assets under Management in Höhe von 30,1 Milliarden vorweisen.

Nachhaltigkeitsfonds im dritten Quartal stark gefragt

Der seit geraumer Zeit zu beobachtende Trend hin zu nachhaltigen Fondsprodukten wird von aktuellen Zahlen des Finanzdienstleisters ebase bestätigt. Demnach war das Interesse an nachhaltig anlegenden Fonds im dritten Quartal sehr hoch, der sogenannte Fundflow-Faktor habe bei 1,53 gelegen. Dies bedeutet, dass die Kunden von ebase in dieser Zeit um 53 Prozentpunkte mehr Geld in entsprechende Produkte investiert haben, als sie aus solchen Fonds abgezogen haben. Dies sei auch deshalb beachtenswert, da die Sommermonate historisch eher nachfrageschwach seien, so die Analysten. Besonders gefragt waren solche Fonds, die die Nachhaltigkeitskriterien "frei von Atomenergie" und "frei von Rüstung" erfüllten. Auch die Themen "frei von Gentechnik" sowie "Anerkennung des UN Global Compact", in welchem soziale und ökologische Mindeststandards definiert werden, seien von hervorgehobener Bedeutung gewesen, heißt es.

Invesco kauft dritten Fondsanbieter

Die US-Fondsgesellschaft Invesco setzt ihre Einkaufstour fort und erwirbt mit Oppenheimer Funds einen dritten Fondsanbieter binnen überschaubarer Zeit. Nachdem die Amerikaner im vergangenen Jahr den Kauf von Source, einem Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs), abgeschlossen hatten, folgte der Erwerb des ETF-Geschäfts von Guggenheim. Verkauft wird Oppenheimer – die Gesellschaft hat sowohl aktiv gemanagte Publikumsfonds als auch Smart-Beta-ETFs im Programm – von der Massachusetts Mutual Life Insurance, der Versicherer erhält für das Fondshaus 15,5 Prozent der Anteile von Invesco und wird damit zum größten Eigner.

Vorstand von Union Investment geht zu KPMG

Union Investment verliert ein Vorstandsmitglied. Andreas Zubrod, im Vorstand für die Ressorts Recht, Finanzen und Steuern verantwortlich, verlässt die Fondsgesellschaft zu Ende des Jahres. Zubrod, der 2002 in die Union Investment Gruppe eingetreten war und 2014 in den Vorstand der Union Asset Management Holding berufen wurde, wird ab 2019 Partner für Asset Management im Advisory bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG.

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