Eines der besten Börsenquartale der Geschichte

Rainer Ottemann, EB-SIM
Rainer Ottemann / Bild: EB-Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM)
Trotz widersprüchlicher Einschätzungen vieler Experten sind Anleger im 2. Quartal 2020 mit Vehemenz an die Börse zurückgekehrt und haben sogar dafür gesorgt, dass Banken Sonderschichten einlegen mussten, um die Flut von Depoteröffnungen abarbeiten zu können. Wann hat es so etwas schon einmal in Deutschland gegeben? Wer gar keine Aktien hat, hat auch in einer Erholungsphase keine und profitiert überhaupt nicht – diese Erkenntnis haben sich anscheinend viele Anleger zu Herzen genommen und in den vergangenen Wochen investiert. Und trotz noch bestehender Unsicherheiten aufgrund der Covid-19-Krise ging es im 2. Quartal an der Börse so schnell aufwärts wie nie zuvor, nachdem es zuvor auch so schnell abwärts ging wie Anleger es noch nie erlebt hatten.
 
Natürlich ist auch momentan noch nicht klar, welches Erholungsszenario sich wann und in welcher Form mit realwirtschaftlichen Daten untermauern lässt. Die ersten Quartalsberichte börsennotierter Unternehmen vermitteln hinsichtlich der Gewinn- und Umsatzzahlen eine durchaus positive Grundtendenz, weil die niedrigeren Erwartungen übertroffen werden konnten. Ob sich hieraus weiterer Schwung für die Börsen ergibt oder im häufig schwierigen Herbst auch mal wieder Katerstimmung einstellt, wird sich zeigen. Langfristig spricht viel für die Aktienanlage und den Erfolg, sollte man nicht nach einigen Wochen und Monaten, sondern in den nächsten Jahren beurteilen. Dennoch sind jetzt einige Punkte zur Beachtung für Anleger empfehlenswert.

Die Mehrheit will nachhaltig anlegen

Offensichtlich haben deutsche Anleger einiges dazu gelernt. Darauf deuten die vergleichsweise hohen Investments in ETFs hin, also in kostengünstige und marktbreit aufgestellte Titel, deren Erfolgsaussichten für Privatanleger weitaus höher einzuschätzen sind als die Anlage in Einzeltiteln. Das Desaster um Wirecard verdeutlicht ja einmal mehr, dass Zockerei und Aktieninvestments nichts gemeinsam haben, bei der Zockerei kennt man das zumeist niederschmetternde Ergebnis nur deutlich schneller.
 
Zunächst sollte die individuell tragfähige Aktienquote ermittelt werden, dann ist eine möglichst international gestreute Anlage erfolgversprechend. Zwei Drittel der in einer Studie kürzlich Befragten wollen auch nachhaltig investieren und erwarten von Anlagen, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) berücksichtigen, eine langfristig bessere Rendite. Aus gutem Grund: bei sich ändernden Rahmenbedingungen im Zuge einer klimafreundlichen Transformation der Wirtschaft und umfänglichen Struktur- und Sozialreformen wird es spürbare Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und Börsenbewertungen von Unternehmen geben. Darüber hinaus weisen nachhaltige Anlagen eine geringere Anfälligkeit gegen Reputations- und Eventrisiken auf. Wenngleich also nachhaltige Anlagen nachweislich keine Rendite kosten, kostet es allerdings etwas Zeit, in der mittlerweile verfügbaren Produktschwemme von Fonds und ETFs das geeignete Anlagevehikel zu finden.
 
Hier helfen entsprechende Ratings, z.B. das FNG-Siegel. Ansonsten ist es sinnvoll, die Angaben in den einschlägigen Produktunterlagen und Factsheets, angefangen von der Liste der TOP-10 Positionen in einem Fonds, zu studieren, damit das eigene Profil von Nachhaltigkeitskriterien sich auch in einem Fondsprodukt wiederfindet. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist auch, welche Methodik angewendet wird, um die nachhaltigen Aktien zu qualifizieren: u.a. Ausschlusskriterien, Best-in-Class, Integration sowie Berücksichtigung der SDGs (Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung). Die Transparenzanforderungen an die Produktanbieter werden durch regulatorische Vorgaben und die Nachfrage seitens der Anleger zukünftig steigen und bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

 

Umsetzung nachhaltiger Investmentkonzepte

Die EB-Sustainable Investment Management GmbH kann bei der Umsetzung nachhaltiger Investmentkonzepte auf einen Erfahrungsschatz aus über 30 Jahren zurückgreifen. Unser fundamentaler, quantitativ gestützter Investmentansatz berücksichtigt in einem mehrstufigen Auswahlprozess neben finanziellen Kennzahlen die EB-Nachhaltigkeitskriterien und die formulierten 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie den aktuellen EKD-Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen. Die Umsetzung erfolgt in unterschiedlicher Ausprägung für unsere Aktien- und Anleihenfonds sowie die Multi-Asset-Strategien.    
In der Anlageklasse „Internationale Aktien“ ist der EB-Ökoaktienfonds mit seiner langjährigen, erfolgreichen Historie ein Pionier unter den nachhaltigen Aktienfonds. Für die Identifizierung attraktiv bewerteter Unternehmen werden ökonomische und ökologische Daten sowie aktuelle Entwicklungen der Nachhaltigkeitsdebatte aktiv in den Investmentprozess einbezogen. Das attraktive Chance-Risiko-Verhältnis, der konsequente Nachhaltigkeitsansatz und die Auszeichnung mit dem „FNG-Siegel“ sowie das Telos Rating „AA+“ qualifizieren diesen Fonds als gut diversifiziertes Kerninvestment für nachhaltig orientierte Anleger.
Die EB-Sustainable Investment Management GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Evangelische Bank eG, der größten Kirchenbank Deutschlands, betreut mit rund 20 Mitarbeitern ca. 4,5 Mrd. Euro in 93 Mandaten bzw. Fonds. Das wertebasierte Asset Management bildet seit mehr als 30 Jahren eines der Kerngeschäftsfelder der Evangelischen Bank und wurde im Dezember 2018 als eigenständiges Geschäftsfeld ausgegründet. Der Sitz der EB-SIM GmbH ist in Kassel. Das Unternehmen wird von Dr. Oliver Pfeil und Ulrich Nötges geleitet. Alle Anlagekonzepte des Unternehmens entsprechen mindestens den Kriterien des EKD-Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlagen. Darüber hinaus orientiert sich das Portfolio Management der EB-SIM bei seinen Investitionen an den 17 Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs).

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

EB-Öko-Aktienfonds R 204,45 -0,46%
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