Frankreich - "en marche" auch an der Börse?

Der Juli-Report von theScreener
Wahljubel in Frankreich / Bild: MG
Ideal zum Ferienbeginn in vielen Bundesländern und nach der Wahl von Emanuel Macron steht Frankreich im Mittelpunkt des aktuellen Monats-Reports des Schweizer Analyse-Hauses theScreener. Doch während die Welt – und vor allem die Medien – mit Wohlwollen auf den jungen und agilen Präsidenten blicken, geht es mit den Börsen nicht recht vorwärts. Der von der Börse München angezeigte STOXX France 50 etwa bewegte sich seit Beginn des Jahres um keine 150 Punkte auf etwa 1.730 Punkte.

Haushaltswaren statt Champagner

Frankreich vereint auf sich immerhin 5 Prozent der weltweiten Börsenkapitalisierung mit insgesamt 172 Gesellschaften, die theScreener unter die Lupe genommen hat. Im Branchen-Mix unserer Nachbarn dominieret Privat & Haushaltswaren mit fast 16 Prozent, gefolgt von Industrielle Erzeugnisse & Dienstleistungen (13,9 Prozent) und Geldinstitute (9,10) Prozent sowie Gesundheitswesen mit 8,95 Prozent. Nahrungsmittel und Getränke, emotional wahrscheinlich am engsten mit Frankreich assoziiert, liegt mit einem Branchenanteil von 4,45 Prozent nur im Mittelfeld. Die beste Performance hat im ersten Halbjahr 2017 mit 24,6 Prozent Reisen & Freizeit hingelegt, mit Abstand gefolgt von Privat- & Haushaltswaren (16,5 Prozent) und Technologie mit 15,6 Prozent.

Dreistellige Rendite in einem Jahr

Interessanter sind aber die Unternehmen hinter den Branchen und ihr Abschneiden. Wie immer hat sich theScreener die zwanzig größten Gesellschaften vorgenommen und hier lag deutlich das Bekleidungs- und Accessoires-Unternehmen Kering SA mit 41,6 Prozent seit Jahresfrist und mit sogar 109,4 Prozent seit Juli 2016 auf dem ersten Rang. Kering ist ein Großhandelsunternehmen, das sich auf Luxus- Sport- und Lifestyle-Produkte ausgerichtet hat und von dem die Marken wie Gucci, Saint Laurent, Alexander McQueen bekannter sein dürften als das Unternehmen selbst. Im Sportbereich vertreibt Kering u.a. Puma. Platz zwei belegt die Credit Agricole SA mit 24,1 Prozent bzw. 101,6 Prozent. Unabhängig von der Größe schnitten 2017 die Air France-KLM mit 142,8 Prozent, das Halbleiter-Unternehmen SOITEC mit 73,5 Prozent und die IPSEN SA mit 69,2 Prozent Rendite für Anleger am besten ab.

Die drei Größten

Wer könnte auf Anhieb die drei nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen Frankreichs nennen? Der Luxusgüterhersteller LVMH, dessen voller Namen eher erklärt, um was es sich handelt: LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton. Der Edelkonzern nimmt Position eins ein, der Öl und Gasproduzent Total SA liegt an zweiter Stelle und der Pharmariese Sanofi an Nummer drei. Die Automobilkonzerne Renault und Peugeot sind interessanterweise nicht unter den größten zwanzig Unternehmen in Frankreich – das sähe in Deutschland anders aus. Hier liegen im DAX die Fahrzeugkonzerne aktuell (Anfang Juli 2017) auf Rang 7 (Volkswagen), 8 (Daimler) und 9 (BMW).

Alle Details

Lesen Sie mehr über die Aktien unseres großen Nachbarn im Westen und ihre jeweilige Performance, alle Aktien mit dem besten Gesamteindruck und die defensivsten Werte. Dies und mehr gibt es im aktuellen Report von theScreener, den es wie immer kostenlos auf der Webseite  der Börse München gibt, einfach auf der Startseite mit Geduld nach unten scrollen.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

STOXX® France 50 1.866,58 1,30 %
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BMW 80,43 -0,72 %
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PUMA I 491,50 1,34 %
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Daimler 57,77 -0,36 %
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Volkswagen I 148,60 -0,13 %
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DB DAX 12.553,50 0,33 %
AIR France - KLM 7,52 0,29 %
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Credit Agricole 11,61 -0,60 %
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Total 52,36 2,97 %
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Sanofi 67,32 -1,45 %
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LVMH 285,45 0,42 %
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Kering 481,00 -0,21 %
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Peugeot 20,40 -3,23 %
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Renault 76,44 -3,23 %
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Ipsen 132,35 -0,68 %
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Soitec 75,45 -2,08 %
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