Künstliche Intelligenz – The next big thing

Thomas Rappold
Thomas Rappold
In der vergangenen Dekade drehte sich in der Silicon Valley Techwelt alles um „Mobile First“ - mit dem Smartphone im Mittelpunkt. Die nächsten zehn Jahre werden von künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) und damit von „AI first“ geprägt sein, so Google Chef Sundar Pichai. Während die deutschen Autokonzerne wie BMW und VW erste Schritte in Richtung Mobilitätsunternehmen mittels selbstfahrenden Autos unternehmen haben die großen Vier der Techszene, also Alphabet, Amazon, Apple und Facebook in der jüngsten Vergangenheit bereits massiv in das Thema künstliche Intelligenz und in die Akquise führender Köpfe investiert.

Maschinelles Lernen

Das maschinelle Lernen, ein Teilsegment der künstlichen Intelligenz, hat in den letzten Jahren massiv an Dynamik gewonnen. Wesentlicher Treiber für die rasanten Fortschritte sind die massiv gestiegenen Rechenleistungen. Neue Prozessoren des Grafikchipspezialisten Nvidia sind in der Lage, eine 60fach schnellere Verarbeitung beim maschinellen Lernen zu erzielen, als noch vor drei Jahren. Nicht ohne Grund gehört die Nvida Aktie zu den Highflyern in 2016, erfreuen sich die Chips doch großer Nachfrage bei rechenintensiven Anwendungen wie autonomes Fahren oder Virtual Reality.

Sehen deutsche Autokonzerne nur noch die Rücklichter?

Dazu kommt das explosionsartige Wachstum der digitalen Datenerzeugung. Die Menschheit produziert aktuell 2.300 Mio. Gigabytes an Daten. Dies alles spielt sich in der Cloud ab und somit können die Cloud Könige wie Google heute schon einfach zu bedienende Dienste für die Gesichts- und Objekterkennung oder die Spracherkennung anbieten. Auch das Investoreninteresse für künstliche Intelligenz ist gewaltig. Der führende Startup Datendienstleister CB Insights ermittelte kürzlich, dass in den letzten fünf Jahren insgesamt 140 Startups aus dem AI-Umfeld von etablierten Unternehmen aufgekauft wurden. An erster Stelle der Käufer rangiert mit elf Übernahmen seit 2011 Google. Der Börsenaspirant UBER will dem nicht nachstehen und hat diese Woche mit der Übernahme des AI-Startups Geometric Intelligence seinen Anspruch untermauert, sich vom führenden Mobilitätsanbieter zum führenden künstlichen Intelligenz Unternehmen zu entwickeln und damit zu den „Big Four“ aufzuschließen und den deutschen Autokonzernen wieder die Rücklichter zu zeigen.
Nachdruck aus Börse-Online!
Thomas Rappold, geboren 1971, ist Internetunternehmer und Investor. Bereits mit 14 Jahren erlernte er die ersten Programmiersprachen im Selbststudium auf dem damaligen Kultcomputer Commodore C64. Als einer der ersten Absolventen des europaweit ersten Studiengangs Medieninformatik trug er als Mitarbeiter der Strategiegruppe Internet bei Allianz SE maßgeblich zu damals bahnbrechenden neuen Finanzportalen für Privat- und Geschäftskunden bei.
Seit über zehn Jahren erfolgreicher Unternehmer einer Internet-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft und Gründer von zahlreichen Internet-Start-ups ist Thomas Rappold ein profunder Kenner des Silicon Valley und dort als Investor an verschiedenen Start-ups beteiligt. Mehr über Thomas Rappold und das Silicon Valley finden Sie auf seiner Homepage www.silicon-valley.de.
Im Finanzbuchverlag München veröffentlichte Thomas Rappold jüngst "Silicon Valley Investing. Investieren in die Superstars von heute, morgen und übermorgen".

 

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