Worauf es ankommt beim Investieren in Tech-Aktien

Nikko AM Global Equity Team
E-Bikes und E-Roller von Uber in München/ Bild: Uber
Wer sich zum Zeitpunkt des Börsengangs zu gleichen Teilen mit Uber, Lyft, Spotify und Peloton eingedeckt hat, hat heute mehr als 30 Prozent verloren.

Warum haben große Börsenneulinge im Tech-Bereich zu kämpfen?

In jüngster Vergangenheit hatten es viele der großen Börsenneulinge im Technologiebereich nicht leicht: Anleger scheinen die hochpreisigen, unprofitablen Unternehmen zu meiden. In den vergangenen zehn Jahren sind im amerikanischen IT-Sektor alleine 1,4 Billionen US-Dollar Private-Equity-Kapital in Technologiefirmen geflossen – das entspricht dem gesamten Gewinn, der im Tech-Sektor erwirtschaftet wird!
 
Die Geschichte ist so alt wie die Märkte selber: Kapital fließt in großen Mengen in Sektoren, die hohe Renditen erzielen. Die treibt die Kurse nach oben. Zukünftige Renditen fallen entsprechend. Als Investoren achten wir darauf, dass Unternehmen einen klar erkennbaren Weg gehen, um innerhalb von fünf Jahren profitabel zu sein, überdurchschnittliche Erträge zu erwirtschaften und über diesen Zeitraum hinweg immer noch stark zu wachsen. Kurz: Nachhaltiges profitables Wachstum.

Warum schaffen es viele Unternehmen nicht, hohe Renditen aufrechtzuerhalten?

Es ist denkbar einfach, Unternehmen zu finden, die zum jetzigen Zeitpunkt hohe Renditen erwirtschaften: Durchleuchten Sie den Markt einfach nach hohen Renditezahlen. Die entscheidende Frage aber lautet: Schafft es ein Unternehmen, auch zukünftig hohe Renditen zu erzielen? Die Chancen, dass ein Unternehmen auch in fünf Jahren noch ein solches „High Quality“-Investment ist, sind überraschend niedrig. Ein Blick in die vergangenen 70 Jahre belegt: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen über fünf Jahre hinweg hohe Renditen abwirft, liegt bei nur eins zu fünf.
 
Aber warum schaffen Unternehmen es nicht, hohe Renditen aufrechtzuerhalten? Es ist nur allzu gewöhnlich, dass der Glanz erfolgreicher Unternehmen verblasst. Disruption ist einer der Gründe dafür, etwa durch den technologischen Wandel. Andere Firmen wiederum reinvestieren ihre Gewinne nicht in angemessenem Umfang oder sehen sich einem veränderten Wettbewerbsumfeld gegenüber.

Wie bleiben Unternehmen im heutigen wirtschaftlichen Umfeld relevant?

Beim Auto hat es 62 Jahre lang gedauert, bis 50 Millionen „Nutzer“ zusammengekommen waren. Beim Fernsehen gelang das in 22 Jahren. Facebook schaffte es in drei Jahren. In der heutigen Welt des schnellen Wandels müssen sich Firmen anpassen, um zu überleben. Wie also bleibt ein Unternehmen in diesem Umfeld relevant? Wir meinen, dass es nicht ausreicht, in Dinge zu investieren, die heute relevant sind. Man muss „dem Trend voraus“ investieren. Manche Unternehmen büßen Relevanz ein, weil dem Management die falschen Anreize gesetzt werden. Unternehmenslenker sollten sich nicht ausschließlich auf den Gewinn pro Aktie fokussieren, sondern darauf, in die langfristige Positionierung ihres Unternehmens zu reinvestieren, um einen Wettbewerbsvorteil zu verteidigen und Marktanteile zu gewinnen.
Mit einem verwalteten Vermögen von 224 Milliarden US-Dollar ist Nikko Asset Management (Nikko AM) einer der größten Vermögensverwalter in Asien. Das Unternehmen bietet hochwertiges aktives Fondsmanagement für eine Vielzahl von Aktien-, Renten-, Multi-Asset- und alternativen Strategien. Im passiven Segment deckt Nikko AM mehr als 20 Indizes ab und umfasst einige der größten börsennotierten Fonds (ETFs) in Asien.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

Spotify 92,46 3,85%
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Lyft 12,738 0,25%
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Peloton Intera Rg-A 8,632 0,47%
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Uber 20,265 4,20%
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