DGAP-News: Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft: Jahresabschluss 2021 der Kulmbacher Gruppe

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Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft: Jahresabschluss 2021 der Kulmbacher Gruppe

17.03.2022 / 12:23
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Jahresabschluss 2021 der Kulmbacher Gruppe

Die ohnehin durch den demografischen Wandel, veränderte Trinkgewohnheiten bei den Konsumenten und den Wettbewerbsdruck von Absatzmengenrückgängen belastete Bier- und Mineralbrunnenbranche in Deutschland erlebt die schwerste Krise seit langem und es ist noch kein Ende in Sicht. Zusätzlich schwelt ein Überlebenskampf in der Gastronomie aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die laufend nachjustiert und geändert wurden, so dass für viele Gastronomen ein zuverlässiges Betreiben ihrer Gaststätte nicht mehr möglich ist und sich darüber hinaus jeder vierte des Fachpersonals aufgrund der unsicheren Arbeitssituation anderweitig eine neue Beschäftigung gesucht hat. Neben dem Arbeitsplatzabbau und der Fluktuation bilden die Gastronomiebetriebe auch aktuell deutlich weniger Fachkräfte aus. Zudem wurden vermehrt bei Gaststättenobjekten die Öffnungszeiten reduziert und aufgrund mangelnder Perspektive und schlechter Miet-Umsatz-Relation geschlossen. Das Veranstaltungs- und Festgeschäft fand auch im Jahr 2021 so gut wie nicht statt. Die Veranstaltungsbranche kämpft um ihre Existenz, viele Beschäftigte sahen ihre berufliche Zukunft gefährdet und sind in andere Branchen abgewandert. Der Fassbierabsatz und der Absatz an Erfrischungsgetränken hielt sich daher in der Gastronomie und im Veranstaltungs- und Festgeschäft wie im Vorjahr auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Bereich Handel dominieren nach wie vor die national starken Pils-Marken, allerdings im Wesentlichen gestützt durch aggressive Preis- und Werbeaktionen. Begünstigt von dem Verbrauchertrend Regionalität und Nachhaltigkeit können sich seit einigen Jahren auch regionale Getränkehersteller verstärkt positionieren und Marktanteile hinzugewinnen. Da teilweise die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in vielen Exportländern sukzessive gelockert wurden, zog das Exportgeschäft der Brauereien im abgelaufenen Jahr wieder leicht an. Trotz der nicht einfachen Marktgegebenheiten gibt es auch positive Trends bei den Brauereien wie Hell- und Kellerbier, innovativen Biermischgetränken, alkoholfreien Biersorten oder im Bügelverschlussgebinde.

Der Gesamtabsatz der deutschen Brauereien hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021, weiterhin beeinflusst durch die Corona-Pandemie, nach -5,5 Prozent im Vorjahr nochmals um -2,2 Prozent verringert. Der Bierabsatz im Inland lag sogar um -3,4 Prozent unter Vorjahr. Der Exportabsatz in die EU- und Drittländer stieg auf niedrigem Niveau um +4,0 Prozent.

Die Kulmbacher Gruppe konnte sich dem durch die Corona-Krise bedingten Absatzrückgang im deutschen Biermarkt durch eine geschickte Sortimentspolitik vergleichsweise gut entziehen und übertraf im Geschäftsjahr 2021 einmal mehr mit 3.429 Thl (ohne Berücksichtigung der Lohnproduktion und Lohnabfüllung) den Getränkeabsatz des Vorjahres (3.405 Thl) um 0,7 Prozent. Die im Zuge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verlorenen Absatzmengen in der Gastronomie und bei Feste und Veranstaltungen konnten durch Absatzmengenzuwächse im Handelsbereich und im Exportgeschäft überkompensiert werden. Zum Erfolg beigetragen hat vorrangig die Stärke der Marke Mönchshof, die auch 2021 trotz Absatzmengenrückgängen in der Gastronomie, ein überproportionales Wachstum von 5,8 Prozent verzeichnete. Mit einem Marktanteil in Deutschland von 28,2 Prozent (Vorjahr: 25,6 Prozent) baute Mönchshof seine marktführende Position im Segment der Bügelverschlussbiere weiter aus und zählt auch 2021 zu den am stärksten wachsenden Bügelverschlussbiermarken in Deutschland. Wesentliche Säulen des Erfolgs waren dabei in 2021 Mönchshof Hell und Mönchshof Natur Radler Alkoholfrei 0,0 %.

Im Segment der alkoholfreien Erfrischungsgetränke konnte unsere Marke Bad Brambacher die Absatzmenge des Vorjahres übertreffen. Zu den Wachstumstreibern gehörte vor allem die Gartenlimonade, die sich nach wie vor einer steigenden Beliebtheit erfreut.

Die im Konzernlagebericht 2020 für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierten finanziellen Zielsetzungen für Umsatz (leichte Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich), EBIT (im oberen einstelligen Millionenbereich unter dem Niveau des Vorjahres) und Free Cashflow (im oberen einstelligen Millionenbereich) wurden trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erreicht bzw. übertroffen. Das prognostizierte Ziel konnte für das EBIT aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse im Handel und einer strikten Kostendisziplin umgesetzt werden. Wesentlicher Umsatz- und EBIT-Treiber war im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Wachstumsmarke Mönchshof. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe entwickelten sich wie prognostiziert mit 240,6 Mio. € über dem Vorjahreswert von 236,8 Mio. €. Diese Umsatzerlössteigerung von +1,6 Prozent und eine stabile Kostenentwicklung führten zu einem EBIT von 11,3 Mio. €, das somit über dem angestrebten Wert von etwa 10 Mio. € lag. Der Free Cashflow erreichte mit 7,4 Mio. € den prognostizierten Wert. Insgesamt stuft der Vorstand die finanzielle Lage des Konzerns unverändert als nachhaltig solide ein.

Für die Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft ergibt sich ein nach handelsrechtlichen Vorschriften ausgewiesener, für die Gewinnverwendung maßgeblicher Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 5.064.430,66 €. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2022 vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 wie folgt zu verwenden: Zahlung einer Dividende von 5.040.000,00 € (1,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie) und Vortrag des verbleibenden Betrags von 24.430,66 € auf neue Rechnung.

Mitteilende Person:
Markus Stodden, Vorstandssprecher



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