Die Börsen blicken gebannt nach Washington

Robert Greil, Merck Finck Privbatbankiers
Robert Greil / Bild: Merck Finck Privatbankiers
Nächste Woche ist es so weit: In den meisten Bundesstaaten finden am Dienstag, 6. November, die „Midterms“ statt. „Die US-Zwischenwahlen werden klar machen, wie viel Macht Donald Trump in der zweiten Hälfte seiner laufenden Amtszeit noch hat. Es wird wohl ein enges Rennen, ob die Republikaner in beiden Kammern Washingtons die Mehrheit behalten oder nicht. Zudem tagt am Donnerstag die Fed. Die US-Notenbank wird bei ihrer Sitzung ihren Kurs voll bestätigen, mit dem nächsten Leitzinsschritt aber bis Dezember warten. Insofern rechnen wir für den November mit weiterhin signifikant schwankenden Aktienmärkten.

Die Berichtssaison ebbt ab

Neben der langsam abebbenden Quartalszahlensaison stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf der Wochenagenda: Deutschland startet am Montag mit dem Sentix-Investorenvertrauen, gefolgt (wie in anderen Regionen auch) am Dienstag von finalen Einkaufsmanager-Befragungsergebnissen. Tags darauf folgt die Industrieproduktion und am Donnerstag die Handelsbilanz. Für die gesamte Eurozone werden am Dienstag die Produzentenpreise und am Mittwoch die Einzelhandelsumsätze jeweils für September veröffentlicht, bevor am Donnerstag die EU-Kommission ihre Wachstumsprognosen aktualisiert.

Nicht nur Midterms in den USA

In den USA startet die Woche mit den Ergebnissen der wichtigen „ISM“-Einkaufsmanagerbefragung im Oktober. Nach den (notenbank-) politischen Top-Events schließen am Freitag das Michigan-Verbrauchervertrauen und die Produzentenpreise Amerikas Woche ab. Und in Japan und China dürften vor allem diverse Stimmungsdaten im Fokus stehen – sowie Chinas Preisdaten für Oktober.
 
Robert Greil ist Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers