Für eine Entwarnung an den Aktienbörsen ist es zu früh

Robert Greil, Merck Finck Privbatbankiers
Robert Greil / Bild: Merck Finck Privatbankiers
Was für eine Woche – die Marktkorrektur steckt Börsianern noch tief in den Knochen. Nach dem Start der US-Quartalszahlensaison heute Nachmittag mit drei Großbanken kommt die Zahlenflut in Amerika nächste Woche so richtig ins Rollen. Ambitionierte Erwartungen wie für die anstehende US-Quartalszahlensaison bergen immer auch Enttäuschungspotential. Die Bank hat diese Woche mit der Reduzierung ihrer empfohlenen Gewichtung von US-Aktien auf „neutral“ einen weiteren Schritt hin zu einer noch etwas vorsichtigeren Anlagestrategie gemacht. Am Donnerstag startet zudem die DAX-Quartalszahlensaison mit SAP. Nach einigen Gewinnwarnungen im Vorfeld rechnen wir auch bei den europäischen Quartalszahlen und insbesondere den Ausblicken mit der ein oder anderen Enttäuschung. Dafür sprechen jedenfalls die etwas moderateren Konjunkturaussichten und der zunehmende Margendruck von Seiten der Lohn- und Energiekosten. Insgesamt dürfte es aber solide Zahlenwerke geben.

Die Zahlen der Woche

Auf der Makroseite kommen am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone sowie die Handelsbilanz für den Euroraum. Am Freitag stehen hier schließlich noch die finalen September-Inflationsdaten an. Hinzu kommen am Dienstag Arbeitsmarktzahlen aus Großbritannien, tags darauf der Inflationsbericht sowie am Donnerstag Einzelhandelsumsätze.

In den USA eröffnen am Montag die Einzelhandelsumsätze für September die Woche, bevor am Dienstag die entsprechende Industrieproduktion und am Mittwoch das Protokoll zur jüngsten Fed-Sitzung folgen. In der zweiten Wochenhälfte stehen schließlich noch einige Immobilienmarktdaten sowie der Sammelindex der Frühindikatoren an.

Spannung in China

Nach den Inflations- und Produzentenpreiszahlen für September wird es in China am Freitag spannend: Dann werden das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal sowie die September-Zahlen von Industrie und Einzelhandel bekanntgegeben. Und in Japan lauten die Highlights Industrieproduktion am Montag, Handelsbilanz am Donnerstag und Inflationsbericht am Freitag.
 
Robert Greil ist Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers
     

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