ETFs als Impulsgeber für die Fondsbranche

Der wöchentliche Fonds-Kommentar
Bild: Bayerische Börse AG

Stabile Renditen bei offenen Immobilienfonds

Die vergangene Finanzkrise hat offene Immobilienfonds stark belastet, etliche Fonds mussten abgewickelt werden. Seit einigen Jahren erfreuen sich die Produkte aber wieder der Gunst der Anleger. Ein Grund hierfür könnte die Stabilität sein, die diese Fondsgattung inzwischen auszeichnet. Laut einer Untersuchung von Scope Analysis liegen die durchschnittlichen Renditen offener Immobilienfonds nämlich seit fünf Jahren in einem Korridor zwischen 2,6 und 3,0 Prozent. Und dies, obwohl die Netto-Mietrenditen kontinuierlich zurückgehen, von durchschnittlich 4,8 Prozent im Jahr 2013 auf 4,0 Prozent 22017. Verantwortlich hierfür ist der Umstand, dass in den vergangenen Jahren aufgrund des Immobilienbooms die Kaufpreise stärker angezogen haben als die Mieten. Dies bringt allerdings wiederum Wertsteigerungen mit sich, wodurch die Wertänderungsrenditen zugelegt und so den Rückgang bei Mietrenditen ausgeglichen haben. Konkret haben offene Immobilienfonds laut Scope 2017 wie bereits geschrieben eine Netto-Mietrendite von 4,0 Prozent erwirtschaftet, die durchschnittliche Wertänderungsrendite betrug 1,4 Prozent. In Summe und nach Abzug von Steuern sowie Aufwendungen für Fremdkapital habe das durchschnittliche Gesamtergebnis der untersuchten Immobilienportfolios 4,8 Prozent betragen, so die Analysten. Da derzeit durchschnittlich rund 80 Prozent des Fondsvermögens in Immobilien stecke und die übrigen 20 Prozent in liquiden Mitteln, deren Verzinsung 2017 bei 0,6 Prozent gelegt hat, lag die durchschnittliche Gesamtperformance laut Scope bei 3,8 Prozent. Nach Abzug der Fondskosten seien die Anleger 2017 auf eine durchschnittliche Rendite von 2,7 Prozent gekommen, was praktisch keine Veränderung gegenüber den Vorjahren darstellte. Für die Auswertung hat Scope die Ergebnisse von 14 offenen Immobilienfonds für Privatanleger untersucht.

Morningstar: ETFs nicht der Totengräber der Fondsbranche

Angesichts der steigenden Beliebtheit von Exchange Traded Funds (ETFs), abzulesen an den Absatzzahlen, befürchten Marktteilnehmer manchmal, dass diese zu einem Problem für die Asset-Management-Branche werden könnten. Dem widerspricht Ali Masarwah, der Chefredakteur der deutschsprachigen Seiten von Morningstar. ETFs seien nicht der Totengräber der Branche, sondern vielmehr ein Impulsgeber. Masarwah verweist darauf, dass ETFs oft von denselben Anbietern aufgelegt würden wie aktiv verwaltetet Fonds und über dieselben Kanäle vertrieben würden. Auch Gesellschaften, die sich dem Fondsexperten zufolge mit einer aktiven DNA wie beispielsweise Fidelity rühmten, wiesen inzwischen Erfolge im ETF-Geschäft aus. Ein Grund hierfür sei, dass sich die Passiv-Produkte gut in bestehende Strukturen der Anbieter einfügten, zudem erleichtere die Etablierung von Smart-Beta-Strategien den Einstieg für aktive Fondsmanager. Zudem eröffneten ETFs für Anbieter, die lediglich im außerbörslichen Bereich tätig seien, die Börse als zusätzlichen Vertriebsweg. Dass die Verfügbarkeit von ETFs zu einer Renaissance des Selbstentscheiders führe, bezeichnet Masarwah als Mythos. Selbstentscheider, die rege in Aktien und Anleihen investierten, habe es immer gegeben, diese würden sich inzwischen lediglich öfters ETFs zuwenden.

Fondsgröße Carmignac übergibt Milliarden-Fonds

Edouard Carmignac, Gründer des Fondsanbieters Carmignac Gestion, hat die Verantwortung für den Carmignac Investissement  abgegeben. Der 1989 aufgelegte Fonds wird künftig von David Older, Leiter Aktien und Mitglied des CIO-Teams bei Carmignac, gemanagt. Older wird zudem auch Co-Manager des Flaggschiff-Fonds Carmignac Patrimoine. Carmignac selbst werde oberster Anlagechef der Gesellschaft bleiben und sich künftig auf die grundsätzliche Investmentstrategie des Hauses konzentrieren, heißt es.

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Im Artikel erwähnte Wertpapiere

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