Guter Jahresstart für Aktienfonds

Der wöchentliche Fonds-Kommentar
Bild: Bayerische Börse AG

Mittelzuflüsse in ETFs 2018 gesunken, Volumen weitgehend stabil

Das schwache Börsenjahr 2018 hat sich wenig überraschend auch im Bereich der Exchange Traded Funds (ETFs) niedergeschlagen, allerdings unterschiedlich stark. Nach einer Auswertung von Lyxor, über die das Branchenmedium AnlegerPlus News berichtet, sind die weltweiten Mittelzuflüsse im vergangene Jahr gegenüber 2017 zwar um 41 Prozent auf 514 Milliarden US-Dollar gefallen. Das Marktvolumen sei allerdings global um lediglich 0,3 Prozent auf 4,7 Billionen US-Dollar zurückgegangen. Auf dem europäischen Markt habe sich das Volumen um 0,4 Prozent auf 633 Milliarden Euro reduziert, während die Mittelzuflüsse um 52 Prozent auf 45 Milliarden Euro eingebrochen seien. Dem allgemeinen Trend trotzen konnten europäische ETFs auf US-Aktien, die Mittelzuflüsse in die entsprechenden Produkte stiegen laut Lyxor-Zahlen um 54 Prozent auf 20 Milliarden Euro.

Guter Jahresstart für Aktienfonds

Die Wertentwicklung bei Aktienfonds im Januar dieses Jahres dürfte die meisten Anleger ein wenig über die schwache Entwicklung im Monat zuvor hinwegtrösten. Dies geht aus dem monatlichen Fondsbarometer des Branchenmediums Fonds professionell hervor. Demnach haben zu Jahresbeginn praktisch alle 56 monatlich erfassten Branchen- und Regionen-Fonds eine positive Entwicklung aufgewiesen, lediglich die Kategorie Indien habe einen messbaren Verlust verzeichnet. Zweistellige Wertzuwächse hätten dagegen unter anderem Biotech-, Brasilien- sowie Russland-Fonds verzeichnet. Die Analysten führen die guten Ergebnisse in hohem Maße auf die Hoffnungen auf einen Kurswechsel der US-Notenbank Fed zurück. Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell seien dahingehend interpretiert worden, dass die Fed ihre Geldpolitik erst einmal nicht weiter straffen werde. Zudem gingen die Anleger nun davon aus, dass die Fed durchaus wieder eingreifen könnte, sollte es zu anhaltenden Marktturbulenzen an den Börsen kommen.
 

Fondsmanager-Legende Bill Gross zieht sich zurück

Lange Jahre galt Bill Gross während seiner Tätigkeit für den von ihm mitgegründeten US-Vermögensverwalter Pimco als der Fachmann für Anleihen, oftmals wurde er in Fachmedien als „Anleihekönig“ tituliert. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sich Gross aus dem Geschäft zurückzieht und sich künftig nur noch um die Verwaltung seines Privatvermögens und seine Stiftungsaktivitäten kümmern möchte. Gross, inzwischen 74 Jahre alt, war in den vergangenen Jahren Fondsmanager bei Janus Capital, musste dabei aber erhebliche Rückschläge hinsichtlich der Performance des von ihm betreuten Fonds hinnehmen. In der Folge kam es zu drastischen Mittelabflüssen. 2014 hatte Gross Pimco, bereits damals an die Allianz verkauft, im Streit verlassen.

Christian Machts wechselt von Blackrock zu Fidelity

Ab April wird Christian Machts das Wholesale-Geschäft der US-Gesellschaft Fidelity in Deutschland leiten und damit den Fondsvertrieb über Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter und Finanzberater verantworten. Machts kommt von der US-Gesellschaft Blackrock, bei der er seit Anfang 2013 das Retailgeschäft in Deutschland, Österreich und Osteuropa leitete.

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