Starke Schwellenländer, aber die Industrieländer holen auf

Dr. Ulrike Jäger , Sal. Oppenheim
Dr. Ulrike Jäger /Bild: Sal. Oppenheim 
2017 war ein gutes Jahr für Schwellenländer-Aktien. Inzwischen favorisiert unser Team bei Sal. Oppenheim jedoch eine neutrale Positionierung:
  • Der MSCI Emerging Markets hat seit Jahresbeginn in Euro gerechnet mehr zugelegt als der DAX und deutlich mehr als der US-Aktienmarkt.
  • Mit dem Dezember haben wir jedoch unsere Übergewichtung in Emerging-Markets-Aktien gegenüber Aktien der Industrieländer beendet.
  • Zwar sprechen die fundamentalen Gründe mittelfristig für eine Fortsetzung der Outperformance der Emerging Markets. Die von uns betrachteten markttechnischen Indikatoren signalisieren allerdings eine Übergewichtung in Aktien der Industrieländer. Derzeit favorisieren wir daher eine neutrale Gewichtung.
  • Gegenüber Renten gewichten wir Aktien weiterhin über.
 

Emerging Markets mit guter Performance seit Jahresbeginn

Aktien der Emerging Markets rangieren 2017 vor dem US-Aktienmarkt

Der MSCI Emerging Markets erwies sich 2017 bisher als ein sehr gutes internationales Investment. In Euro gerechnet kommt er seit Jahresbeginn auf ein Plus von 17, während der DAX 13 Prozent zulegte. Zudem waren die Rückschläge der Monate Juni bis August beim MSCI Emerging Markets deutlich geringer als beim DAX. Gerade für Investoren aus dem Euroraum waren die Emerging Markets ein lohnendes internationales Investment, da der US-Aktienmarkt in Euro mit +7 Prozent Investment. In Euro gerechnet kommt er seit Jahresbeginn auf ein Plus von 17, während der DAX 13 Prozent deutlich geringere Erträge brachte. In lokaler Währung gerechnet waren die Erträge des MSCI Emerging Markets sogar noch höher. Seit Jahresbeginn erzielte der Index ohne die Währungsbewegungen insgesamt ein Plus von 26 Prozent.
Dr. Ulrike Jäger, Leiterin Portfoliomanagement Investmentstrategie bei Sal. Oppenheim

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