Ein Blick in die Presse

Ulrich Kirstein
Bild: BBAG/UK
Als neuen Service wollen wir künftig versuchen, einmal pro Woche einen kleinen Streifzug durch die (Wirtschafts-)Presse zu unternehmen. Welche Themen waren aktuell, über was wurde schwerpunktmäßig berichtet? Wir verlegen uns dabei insbesondere auf die Schlagzeilen – wir wollen ja niemand daran hindern, die Zeitschriften und Zeitungen im Original zu „ordern“. Anders gesagt: Es soll Spaß am Nachlesen bereiten und dieses nicht ersetzen!
Vergangenen Mittwoch stach die Titelzeile aus dem Handelsblatt ins Auge „Kursdebatte in der CDU“. Macht sich die CDU nun etwa schon Gedanken über eine Jahresendrallye? Dem war aber natürlich nicht so, leider, es ging um den heutigen Parteitag der Union. Als Börse, die mit dem eigenen Mittelstandssegment m:access um KMUs an der Börse wirbt, freuten wir uns über die Titelzeile der aktuellen Börse Online (als Printausgabe) „Die besten Nebenwerte“, auch wenn dann kein m:access-Wert aufgeführt wurde. Da können wir den Autor nur einladen, bei den bei uns gelisteten Unternehmen einmal genauer nachzusehen! Unterstreichen können wir nur den Artikel mit der „Warnung: Vorsicht bei heißen Tipps von Fremden!“ aus der „Serie Basiswissen“. Vor allem bei Faxen, die sich den Anschein geben, „Irrläufer“ zu sein, ist höchste Vorsicht geboten!

Flucht in Aktien

Die aktuelle Focus Money zeigt die neue EZB-Chefin auf dem Titel mit der Überschrift „Diese Frau experimentiert mit Ihrem Geld“ und listet Negativzinsen, Helikoptergeld, Bargeldverbot, Grüne Geldpolitik und Entwertung der Sparvermögen auf. Auf einem Störer dann der Hinweis: „Die Flucht in Aktien beginnt: Warum die Kurse sich verdoppeln können!“ Das machte uns neugierig. Ein Blick ins Heft lehrt uns, so viel sei verraten, dass dabei das Thema Dividende eine nicht unwesentliche Rolle spielt!
 
Leidenschaftlich spricht sich Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in dieser Ausgabe gegen die Aktiensteuer. Zitat: „In der aktuellen Ausgestaltung (der Finanztransaktionssteuer) wären jedoch nur Aktien und diese auch nur von Emittenten mit einer Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro erfasst. Dies sind genau die Wertpapiere, mit denen rund zehn Millionen Bundesbürger unmittelbar oder mittelbar für ihr Alter vorsorgen“. Dem können wir nur zustimmen.

Angriff auf die Sparer

Die Wochenendausgabe des Handelsblattes wiederum stellt die „100 innovativsten Unternehmen der Welt“ vor.  Bei Deutschland liegt überraschenderweise VW an erster Stelle, international kommt der Volkswagenkonzern auf Rang 10, während Samsung auf dem globalen Siegertreppchen steht. Dass es im Übrigen in der Mehrzahl börsennotierte Unternehmen sind, die in der ersten Liga der Innovationsführer spielen, ist sicher kein Zufall! Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe des Handelsblattes sind die Sparer: „Angriff auf die Sparer“ heißt es da und die Zeitung reflektiert über die EU-Einlagensicherung, Negativzinsen und die Finanztransaktionssteuer.

Unterm Rad

Die Zeitschrift Capital ist bereits mit ihrer Dezemberausgabe am Kiosk und nimmt sich die „Crazy City“ vor. Klar, dass damit Berlin gemeint ist, weltweit wahrscheinlich die einzige Hauptstadt ohne richtigen Flughafen. Mit dem schönen, Hermann Hesse entlehnten, Titel „Unterm Rad“ beschreibt Capital außerdem das Ende von Kettler. Es war ja mein persönlicher Kindertraum, einen Kettcar zu fahren – in Erfüllung ging er leider nie und jetzt ist es offensichtlich zu spät. Schade. Nie zu spät ist es, sich Gedanken über die Altersvorsorge zu machen, so macht die heutige FAZ mit „Jetzt kommt Bewegung in die Altersvorsorge“ auf. Es geht dabei um die geförderte private Altersversorgung. Man kann nur hoffen, dass da tatsächlich Bewegung eintritt. Bewegung ist ein gutes Schlusswort – das Wochenende naht, in Bewegung zu bleiben, geistig und körperlich, ist immer gut!

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

Volkswagen Vz. 136,46 -4,61%
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Samsung Electronics 921,00 0,00%
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