Staatliche Impulse mindern Risiken für Japans Wirtschaft

John Vail, Nikko AM
JohnVail / Bild: Nikko AM
Um einen Konjunktureinbruch nach der Mehrwertsteuererhöhung vom 1. Oktober zu verhindern, hat Japans Regierung bereits eine Reihe von Impulsen gesetzt. Jetzt könnten zusätzliche wirtschaftliche Stimuli folgen:

Investitionen in die Infrastruktur

Die Regierung ist darauf vorbereitet, die Konjunktur über einen formalen Budget-Prozess zusätzlich anzuschieben, falls sich die wirtschaftliche Lage stärker verschlechtert als erwartet. Derzeit ist das zwar nicht der Fall. Ein Gutteil der jetzt geplanten Stimuli bezieht sich aber auf Reparatur- und Verbesserungsmaßnahmen für die beim jüngsten Taifun zerstörte Infrastruktur.

Investitionen nach Olympia

Einige der Impulse haben darüber hinaus zum Ziel, einen Konjunkturrückgang zu verhindern, wenn der wirtschaftliche Antrieb durch Olympia nachlässt. Zwar waren in Japan keine großen Baumaßnahmen für die Olympischen Spiele notwendig; dennoch wird es bei den Ausgaben von Touristen und Verbrauchern insgesamt einen Rückgang geben. Die zusätzlichen Anreize würden Druck von der Zentralbank nehmen, ihre Zinsen weiter zu senken, und damit negative Auswirkungen vom Bankensystem fernhalten.
John Vail ist Chief Global Strategist bei Nikko AM