Kaum ein Unternehmen verzichtet auf Social Media

Social Media in der B2B-Kommunikation - Studie 2019
Bild: ALTHALLER communication
Mittlerweile setzen fast alle B2B-Unternehmen auf Social Media, und das Interesse wächst konstant. Bei den eingesetzten Plattformen üben sich die Unternehmen in Zurückhaltung bei der Auswahl. Die Personalsuche via Social Media wird dabei immer Wichtiger. Dies sind die zentralen Erkenntnisse der neunten Auflage der Langzeitstudie „Social Media in der B2B Kommunikation“.

Erstmals auch die Schweiz mit dabei

Die Studie wurde auf Initiative des von Jacqueline Althaller 2010 gegründeten „Ersten Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation“ ins Leben gerufen. Die aktuelle Umfrage deckte dabei zum ersten Mal den gesamten DACH-Raum ab. Im Rahmen der einzigen Langzeitstudie im deutschsprachigen Raum werden konkrete Fragen von Seiten der B2B-Kommunikation beantwortet, um Trends und Tendenzen feststellen und dieses Wissen auch weitervermitteln zu können.

Die Big Five sind ungeschlagen

Unter den Top 5 der etablierten Kanäle (LinkedIn, Xing, Facebook, YouTube, Twitter; Ranking in Deutschland) zeichnet sich wenig Bewegung ab. LinkedIn ist der Aufsteiger, Facebook im zweiten Jahr in Folge der Verlierer. Klassische Plattformen wie Twitter und XING stagnieren, ähnlich wie auch YouTube. Instagram spielt immer noch eine untergeordnete Rolle im B2B Umfeld, neue Plattformen spielen fast keine Rolle.

Experimente Nein Danke!

So lautet eine Kernaussage. Wenige der B2B Unternehmen wagen Neues – man setzt vordergründig auf klassische Plattformen der Social Media Kommunikation. Dies belegen auch die Nennungen von Plattformen, die demnächst eingesetzt werden sollen. Nach wie vor spielen beispielsweise Snapchat, Vimeo, oder Tik Tok keine nennenswerte Rolle. Instagram dagegen hat sich mit über 40 Prozent bei B2B Unternehmen schon etabliert.

Messbarkeit der Social Media Wirkung noch in Kinderschuhen

Eine starke Rolle spielt das Thema Messbarkeit von Wirkung und Ergebnissen. Viele Teilnehmer der Studie sehen den Mehrwert nicht, denn sie scheitern an der Messbarkeit der Ergebnisse. Die Erklärung liegt auf der Hand: eine hohe Anzahl dieser Unternehmen nutzen keine Tools zur Erfolgsmessung oder greifen lediglich auf kostenlose Instrumente zurück. Allerdings wird eine exakte und detaillierte Messbarkeit als wesentlich gesehen, um den Vorgesetzten zu belegen, wie die Social-Media-Aktivitäten zum Geschäftserfolg beitragen.

Recruiting gewinnt an Bedeutung

Klassischerweise ist das zentrale Motiv für Social-Media-Aktivitäten die Ansprache von Neu- und Bestandskunden. Marketing und Kommunikation dienen nicht dem Selbstzweck, sondern primär dazu, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Deutlich wird, dass die Bedeutung von Social Media als HR-Tool stetig wächst. Facebook und XING werden allerdings inzwischen von LinkedIn abgelöst. Twitter ist nach wie vor das Tool zur Ansprache von Medien und sonstigen Meinungsbildnern.

Profis nach vorn

Die Bedeutung von Agenturen nimmt weiterhin zu, primär wenn es um Strategieentwicklung angeht und Sparring zur Qualitätssicherung geht. Die Umsetzung von Kampagnen, also das Tagesgeschäft, wird hingegen weniger bei Agenturen angesiedelt.

Budgets für Social Media sollen erhöht werden

In 2020 steht die Erhöhung der Social-Media-Budgets ganz oben, was die Handlungsschwerpunkte betrifft, gleichauf (mit geringerem Wachstum) mit dem Ausbau von Recruiting über Social-Media-Kanäle. Über den Aufbau von Mitarbeitern als Leuchttürme für Social-Media-Aktivitäten soll die Außenwahrnehmung von Unternehmen optimiert und die Unternehmenskultur nach außen getragen werden.
Vorab wurde die Studie den Mitgliedern im "Ersten Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation" vorgestellt. Der Arbeitskreis wurde von ALTHALLER communication unter Jacqueline Althaller 2010 ins Leben gerufen, um konkrete Fragestellungen von Seiten B2B zu beantworten und diese Erkenntnisse weiterzuvermitteln.

Über die Studie

Zielsetzung der Studie ist es, Kommunikationsverantwortlichen in Schlüsselpositionen branchenübergreifend einen besseren Zugang zur Gestaltung der eigenen Kommunikationsstrategie zu ermöglichen. Zeitgleich bietet die Studie eine Verifikation, ob die eigenen Strategien ausgereift sind oder frische Impulse gesetzt werden müssen. Ansprechpartner für die Umfrage sind alle Personen, die in Unternehmen jeder Größe für die Kommunikationskanäle verantwortlich sind. Um die jeweilige Branche regelmäßig auf neue Entwicklungen hinweisen zu können, stellt die Studie ein wertvolles Trendbarometer für Kommunikationsverantwortliche dar.
 
Im Jahr 2019 wurde die Studie in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ansbach durchgeführt. Außerdem wirkten der DMVÖ und die Handelskammer Deutschland-Schweiz bei der Verbreitung der Studie in Österreich und der Schweiz mit. Insgesamt gab es 402 Rückmeldungen aus Deutschland, 371 aus Österreich und 68 aus der Schweiz. Die gesamte Studie kann hier abgerufen werden!