Der August dürfte turbulent bleiben

Carsten Mumm, Donner & Reuschel
Carsten Mumm / Bild: Donner & Reuschel
Die Notenbanken enttäuschten die hohen Erwartungen der Anleger, der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert, im Nahen Osten ist kein Ende der Spannungen in Sicht, die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit ist gestiegen und die realwirtschaftlichen Daten bleiben überwiegend schwach. Diese Gemengelage spiegelt sich derzeit in deutlich fallenden Aktienkursen und einem anziehenden Goldpreis wider. Sollte nicht von mindestens einem der genannten Aspekte ein eindeutiges Entspannungssignal kommen, dürfte die Korrektur der Aktien anhalten.

Rare Konjunkturdaten

Konjunkturdaten sind in dieser Woche rar. Zwar überraschten die Juni-Auftragseingänge für die deutsche Industrie mit einem Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Mai positiv. Doch wird das Wachstum der deutschen Industrieproduktion im Juli erneut negativ erwartet. Damit liegt der derzeitige Fokus auf der unberechenbaren Nachrichtenlage zum Handelskonflikt, der nach der Abwertung der chinesischen Währung Yuan leicht zu einem Währungskrieg werden könnte.
Carsten Mumm leitet die Abteilung Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL. Er ist verantwortlich für die Erstellung der Konjunktur- und Kapitalmarktprognosen sowie der kapitalmarktrelevanten Publikationen. Zuvor verantwortete der 42-jährige die Vermögensverwaltung für private und instittionelle Kunden, das Management von Spezial- und Publikumsfonds sowie die hauseigenen Research-Tätigkeiten. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Diplom-Volkswirt ist seit 1998 im Bereich Kapitalanlage beschäftigt. 2006 qualifizierte er sich zum Chartered Financial Analyst.