Kann Facebook vom Metaverse-Boom profitieren?

Eliézer Ndinga, 21Shares
Eliézer Ndinga / Bild: 21Shares
Vergangene Woche glich der Kryptomarkt einer Achterbahnfahrt der Emotionen. Am 27. Oktober wurden innerhalb von 24 Stunden über 170.000 Händler liquidiert, da die meisten Marktkategorien mit Ausnahme der Metaverse-Token im fast zweistelligen Prozentbereich fielen. Insgesamt wurden Long-Liquidationen in Höhe von knapp 900 Millionen Dollar an Derivatebörsen ausgelöst. Bitcoin fiel kurzfristig unter die Marke von 60.000 US-Dollar, machte aber die Sieben-Tage-Verluste wieder gut. Das Krypto-Asset wird derzeit bei 63.000 Dollar gehandelt, während der Handel von Ethereum sich im Preisfindungsmodus befindet und sein bisheriges Allzeithoch von 4.300 USD durchbrochen hat. Die Rallye von Ethereum könnte durch die Ankündigung von Micro Ether Futures durch Chicago Mercantile Exchange (CME), dem US-amerikanischen Derviate-Handelsplatz, angetrieben worden sein. Kleinere Futures-Kontrakte werden den Zugang zu Ether-Futures mit Barausgleich für ein breites Spektrum professioneller Anleger erweitern und das Bewusstsein für Ethereum als Anlageklasse schärfen.
 
Die Ausreißer der letzten sieben Tage waren Virtual & Augmented Reality Token, oder auch Metaverse Token genannt (+576 Prozent), und Polkadot (+16 Prozent).

Facebook benennt sich um und steigt in das Metaverse ein

Facebook kündigte in Bezug auf seine Strategie, sich auf die nächste Generation von sozialen Netzwerken in der virtuellen Realität zu konzentrieren, eine Umbenennung des Unternehmens in “Meta” an. Darüber hinaus gab das Unternehmen die Absicht bekannt, NFTs beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen in der virtuellen Welt zu unterstützen. „Dies wird es den Leuten erleichtern, digitale Objekte in limitierter Auflage wie NFTs zu verkaufen, sie in ihren digitalen Räumen auszustellen und sie sogar sicher an die nächste Person weiterzuverkaufen“, verkündete Vishal Shah, Facebook Head of Metaverse Products.
 
Einige Kritiker führen diesen Schritt auf eine verstärkte behördliche Kontrolle aufgrund von Skandalwellen zurück, wie zum Beispiel die durchgesickerten Dokumente von Frances Haugen, einer ehemaligen Mitarbeiterin von Facebook, welche die Diskriminierung und Unterdrückung von Algorithmen beschreiben. Wir bei 21Shares sehen die Ankündigung von Facebook jedoch als wesentliches Signal der Stärkung des Virtual- und Augmented-Reality-Sektors der Kryptoindustrie. Das angeschlagene Image des Social-Media-Riesen ist einer der Hauptgründe dafür, dass dezentrale Anwendungen existieren: Sie wurden geschaffen, um die Macht zu schwächen, die ein Unternehmen wie Facebook über seine Nutzer ausübt.

Alternativen zu Facebook

Als Folge der Verlautbarung von Facebook standen Krypto-native Virtual-Reality-Anwendungen bei Investoren im Rampenlicht und erlebten – da diese nach Alternativen zu Facebook suchen – einen Kursanstieg. Laut Statista wird der globale Markt für Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Mixed Reality (MR) im Jahr 2021 in seiner Gesamtheit voraussichtlich 30,7 Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2024 auf fast 300 Milliarden US-Dollar steigen. Virtuelle Spiele wie Sandbox (Ticker: SAND) und Decentraland (Ticker: MANA), in denen Spieler virtuelle Existenzen besitzen, aufbauen, spielen und sogar monetarisieren können – stiegen in den letzten sieben Tagen um mehr als 263 Prozent bzw. 275 Prozent. Beide Anwendungen bringen es zusammen auf eine Marktkapitalisierung von sieben Milliarden US-Dollar – das sind 22 Prozent des Weltmarktes.

Zusammenspiel von Hard- und Software

Wir können davon ausgehen, dass sowohl Krypto-native Anwendungen als auch der Metaverse-Sektor mit dieser Akzeptanz und Bekanntheit Schritt halten werden, da viele Benutzer Facebook weiterhin misstrauen. Andererseits hat Facebook einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil auf seiner Seite: Es besitzt das Virtual Reality-Unternehmen Oculus, Hersteller von VR-Brillen. Im Jahr 2014 gab Facebook die Übernahme dieses führenden Anbieters von immersiver Virtual-Reality-Technologie für rund zwei Milliarden US-Dollar bekannt. Es wird wichtig sein, das Zusammenspiel und Verhältnis zwischen Software und Hardware in den VR (Virtual Reality)- und AR (Augmented Reality)-Sektoren weiterhin zu beobachten – vor allem, da sich beide Sektoren über Gaming hinaus in den Mainstream bewegen. Das ist bereits jetzt in Bereichen wie der Luftfahrt und dem Gesundheitswesen der Fall. Das Bullen-Szenario für Facebook bzw. Meta besteht aus der Annahme, dass das Unternehmen durch den Besitz von Oculus zum größten Nutznießer der Etablierung des Metaverse-Sektors werden könnte – schließlich werden Benutzer in Zukunft Immersions-VR-Brillen, mit denen User tief in die neue Welt der Virtual Reality eintauchen können - wahrscheinlich deutlich mehr verwenden.
Meta könnte, wenn es um die Hardware geht, als Sieger aus dem VR/AR-Wettlauf hervorgehen, aber zugleich nicht unbedingt zum Marktführer in Sachen Applikationen/ Software werden. Während Metas virtueller Raum Milliarden Menschen zur Verfügung stehen wird, werden viele Benutzer aufgrund des Misstrauens gegenüber Facebook höchstwahrscheinlich auf Krypto-native Anwendungen wie Sandbox und Decentraland umsteigen. Entweder wird Facebook diese virtuellen Krypto-Räume neben seiner internen Anwendung für Oculus verfügbar machen oder die entgegengesetzte Richtung einschlagen: ihnen den Zugang verwehren. Eines ist jedenfalls klar: Sollte Facebook Oculus für dezentrale VR- und AR-Anwendungen zur Verfügung stellen, käme das einer Revolution gleich. Facebook / Meta könnte sich damit einmal mehr «neu erfinden».
Eliézer Ndinga ist Co-Leiter des Research-Teams von 21Shares und liefert Einblicke in die globale Wirtschaft, die Märkte, die Geopolitik und die langfristige Vermögensallokation - alles, um Kunden bei der Navigation auf dem Krypto-Asset-Markt zu unterstützen. Als Venture Capital Associate kann er Erfahrung in der Leitung von Investitionen in der Seed- und Early-Stage-Phase von Fintech- und Digital Asset-Startups vorweisen, da er drei Investitionen in Fonds einbrachte, darunter ein Fintech-Einhorn.
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