Nachhaltigkeitsberichterstattung: Eine Chance für jedes Unternehmen

Sandra Heitmann, DBHW Ravensburg
Bild(er): BBAG/MG & UK
Nachhaltigkeit ist weitaus mehr als nur der ökologische Aspekt. Erst durch die Verknüpfung mit ökologischen und sozialen Aspekten, sowohl für Produkte als auch für Dienstleistungen, wird die Idee der Nachhaltigkeit vollständig und glaubwürdig. Reale Maßnahmen, um nachhaltig zu wirtschaften und verantwortungsvoll mit der Umwelt und der Menschheit umzugehen, sind unter anderem die Schonung der Ressourcen, das Bekämpfen von Armut oder die Reduzierung von wirtschaftlichen Ungleichgewichten. Um über die unternehmenseigenen Maßnahmen zu berichten, wird ein Unternehmen verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu verfassen. Dieser stellt jegliche Tätigkeiten und Leistungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit dar. Er beinhaltet soziale, ökologische, management- und kommunikationsbezogene Kriterien.

Positive Aspekte rechtfertigen den Aufwand

Der Druck im Hinblick auf Nachhaltigkeit gegenüber Unternehmen wächst. Wer keine überzeugende nachhaltige Strategie verfolgt und dokumentiert, riskiert eine schlechte Reputation. Ein Nachhaltigkeitsbericht muss daher als Chance gesehen werden, die dieses Risiko mindert und die Glaubwürdigkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeit steigert.
 
Positive Effekte, die mit einem Nachhaltigkeitsbericht einhergehen, gleichen den Aufwand, die Zeit und Kosten aus – wenn nicht sogar mehr als das. Erkenntnisse, die durch umweltfreundliches und soziales Verhalten gewonnen wurden, können unter anderem das Finanzmanagement bei der Energie- und Materialwirtschaft positiv beeinflussen. Das kann z.B. in Form von Effizienzmaßnahmen sein. Ein gut gelungener und aufrichtiger Bericht kann eine neue Türe zu weiteren Kapitalgebern, Bewerbern und potenziellen Kunden öffnen. Das gelingt beispielsweise dadurch, dass wesentliche Fragen der Kunden und von anderen Stakeholdern zu relevanten Themen im Bericht beantwortet werden. Außerdem können Fortschritte im Hinblick auf die Produkte oder Dienstleistungen, Verminderungen von Schadstoffemissionen oder die Mitarbeiterzufriedenheit beschrieben werden, die – wenn vorhanden – potentielle Kapitalgeber und Stakeholder beeindrucken können. Nachhaltigkeit wird immer stärker zum Wettbewerbsfaktor und die glaubwürdige Berichterstattung über die Strategie und Leistung bietet Unternehmen neue Möglichkeiten im Wettstreit um neue Mitarbeiter, Investoren, Lieferanten und Kunden.

Vorteile für das Management

Aber nicht nur nach außen wirkt sich der Nachhaltigkeitsbericht positiv aus, sondern auch das Management selbst profitiert von seinen Vorteilen. Durch die Dokumentation wird ein besserer Überblick über die Unternehmensleistungen und über die ergriffenen Maßnahmen für Nachhaltigkeit gewonnen. Die Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitsthemen, das heißt das Ableiten von Zielen und Maßnahmen, sowie deren systematische Steuerung tragen dazu bei, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen.
Studentische Profis
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im idyllischen Ravensburg bietet mit einem voll ausgestatteten Fernseh- und Hörfunkstudio optimale Möglichkeiten, um praxisnah und berufsbegleitend zu studieren. Im Wintersemester 2018/2019 besuchten die Studentinnen und Studenten im Studiengang »Medien- und Kommunikationswirtschaft/Unternehmenskommunikation und Journalismus« den Kursus »Investor Relations/Börsen-Kommunikation«. Kursleiter Ulrich Kirstein, Pressesprecher und Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Börse München, gab den Kursteilnehmern die Aufgabe, sich Gedanken zum Thema "Nachhaltigkeit, nachhaltiges Investieren" zu machen. Dabei kamen höchst unterschiedliche Beiträge, die mal mehr, mal weniger mit dem Börsengeschehen zu tun haben, zusammen - Vorgaben gab es nicht.
Die Studentinnen und Studenten sind, wenn sie nicht in Ravensburg studieren, bei Unternehmen, Pressebüros oder Verlagen tätig. Die Artikel sollen in unregelmäßigen Abständen in den nächsten Wochen veröffentlicht.