ETF-Dachfonds - Das sollten Anleger beachten

Von Dr. Stephanie Lang
Stephanie Lang / Bild BlackRock iShares
Wer die Vorteile börsennotierter Indexfonds (ETFs) sieht, aber dennoch nicht auf ein aktives Management seines Anlagekapitals verzichten möchte, greift künftig vielleicht zu ETF-Dachfonds. Diese sind seit einiger Zeit im Kommen.

Öfters das Depot anpassen

Volatile Finanzmärkte, die Situation nach dem Brexit, niedrige Zinsen um die Null-Marke oder auch die politische Entwicklung in der Türkei veranlassen Investoren, ihre Allokation häufiger anzupassen. Gern greifen sie auf die professionelle Meinung von Finanzmarktexperten zurück. ETF-Lösungen wie Musterportfolios haben sich dabei bereits bewiesen.

Eine weitere ETF-Lösung ist im vergangenen Jahr zunehmend in den Vordergrund gerückt: ETF-Dachfonds. Bei diesen handelt es sich in der Regel um aktiv verwaltete Fonds (nicht um ETFs), die sich – je nach gewählter Anlagestrategie – als langfristiges Investment eignen. Im Vergleich zu Musterportfolios ist es somit möglich, in eine aktive ETF-Allokation durch den Kauf nur eines Wertpapiers zu investieren.

Worauf sollten Anleger achten?

Allerdings fehlt die Flexibilität, ohne Zukauf weiterer Produkte eigene Markteinschätzungen einzubringen, und es werden für den Fondsmantel zusätzliche Kosten berechnet. Anbieter solcher ETF-Dachfonds können auf deren Performance Einfluss nehmen.

Drei Stellschrauben gibt es dafür: die systematische Nutzung von Risikoprämien, das Erwirtschaften von Alpha und die Kostenkomponenten. Auf Steuern, Inflation und den risikolosen Zins haben sie keinen Einfluss. Und worauf sollten Anleger bei der Produktauswahl achten?

Der Artikel ist zuerst im Private-Banking-Magazin erschienen.
Dr. Stephanie Lang ist seit 2008 bei BlackRock tätig. Nach drei Jahren hat sie sich als Investment Strategist auf iShares-Produkte und seit 2011 im Speziellen auf Portfolioanalysen und Musterportfolien mit passiven Bausteinen fokussiert.

Zuvor war sie als Internal Consultant in den Bereichen Corporate Strategy and Governance für die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa tätig.

Bereits nach ihrem Studium (Finanzierung, Marketing und Statistik) beschäftigte sie sich als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen in empirischen Kapitalmarktstudien und in ihrer Doktorarbeit schwerpunktmäßig mit dem Thema ETFs.