Krisenresistente Dividendenperlen

Werner W. Rehmet, MyDividends
Werner W. Rehmet / Bild: MyDividends
Auch in Pandemiezeiten haben die meisten Dividendenaristokraten an ihrer bisher tadellosen Ausschüttungspolitik festgehalten. Viele Firmen sind auch in Krisenzeiten gut positioniert oder gehen sogar gestärkt aus dieser Phase heraus.

Medtronic hob die Dividende das 44. Jahr in Folge an

Das Wachstum der Weltbevölkerung hält unvermindert an. Derzeit leben rund 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde und bis zum Jahr 2050 werden es voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen sein. Damit steigt der Bedarf an medizinischen Produkten. Und mit dem zunehmendem Wohlstand steigt auch der medizinische Bedarf. Aufgrund der guten medizinischen Versorgung werden die Menschen in den Industrieländern darüber hinaus immer älter.

Der Firmensitz von Medtronic ist in Dublin. Der operative Hauptsitz des Unternehmens ist in Minneapolis. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Lösungen für die Gesundheitsversorgung wie z B. Produkte für den Einsatz in der Kardiologie und Herzchirurgie oder auch Diabetes. Der Umsatz lag im Fiskaljahr 2021 (30. April 2021) bei 30,12 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 28,91 Mrd. US-Dollar). Der Nettogewinn betrug 3,63 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 4,81 Mrd. US-Dollar).

Im Mai 2021 gab der Medizintechniker eine Quartalsdividende von 63 US-Cents bekannt. Gegenüber dem Vorquartal (58 US-Cents) ist dies eine Anhebung um 9 Prozent. Dies war die 44. jährliche Dividendenanhebung in Folge.

Baumarktkette Lowe’s schüttet seit 1961 eine Dividende aus

Lowe’s ist nach Home Depot die zweitgrößte Baumarktkette der Welt. Genau wie Home Depot profitierte auch Lowe’s Companies in der Lockdown-Phase vom gestiegenen Trend zu Do It Yourself (DIY). Als viele Läden geschlossen waren, wuchs der Wunsch der Menschen nach Basteln, Gartenarbeiten oder kleineren Heimwerkerarbeiten.

Lowe’s Companies ist 1946 gegründet worden und hat seinen Firmensitz in Mooresville, im US-Bundesstatt North Carolina. Lowe’s betreibt insgesamt über 2.200 Läden in den USA und Kanada. Es werden über 300.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im ersten Quartal (30. April 2021) des laufenden Geschäftsjahres 2021 betrug der Umsatz 24,42 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 19,68 Mrd. US-Dollar) bei einem Gewinn von 2,32 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 1,34 Mrd. US-Dollar), wie am 19. Mai gemeldet wurde. Im Geschäftsjahr 2020 kletterte der Umsatz um knapp 24 Prozent auf 89,6 Mrd. US-Dollar und der Gewinn stieg um rund 36 Prozent auf 5,8 Mrd. US-Dollar. Seit dem Börsengang im Jahr 1961 hat Lowe’s jedes Jahr eine Dividende ausbezahlt.

Dividendenaristokrat Johnson & Johnson ist ein Profiteur der Pandemie

Der Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson hob im April 2021 die vierteljährliche Dividende um 5 Prozent auf 1,06 US-Dollar an. Auf das Jahr gerechnet schüttet der Konzern mit Hauptsitz in New Brunswick, im US-Bundesstaat New Jersey, 4,24 US-Dollar an die Investoren aus. Dies war das 59. Jahr in ununterbrochener Folge, dass Johnson & Johnson seine Dividende erhöht. Damit zählt der Konzern zu den Dividendenaristokraten, also Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende jedes Jahr gesteigert haben. Johnson & Johnson ist seit 1944 an der Börse notiert. Seitdem zahlt das Unternehmen ununterbrochen eine Dividende an seine Aktionäre.

Der Konzern ist im Jahr 1886 von den Brüdern Robert Wood Johnson I, James Wood Johnson und Edward Mead Johnson gegründet worden. Mit rund 135.000 Mitarbeitern steigerte Johnson & Johnson den Umsatz im ersten Quartal 2021 um 7,9 Prozent auf 22,3 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn legte um 6,9 Prozent auf 6,2 Mrd. US-Dollar zu.

Das im Dow Jones-Index gelistete Unternehmen ist mit seinen drei Geschäftsfeldern auch in Krisenzeiten prima aufgestellt. Im Pharmabereich ist der Konzern im Kampf gegen Krankheiten wie Arthritis, HIV/Aids, Alzheimer oder auch Krebs tätig. Über die Johnson & Johnson-Tochter Janssen wurde auch ein Corona-Impfstoff entwickelt. Darüber hinaus werden Medizinprodukte hergestellt und im Konsumbereich ist Johnson & Johnson mit bekannten Produkte wie bebe, carefree, Listerine, Neutrogena oder auch Penaten am Markt.

Pfizer hob die Ziele für 2021 an

Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer vermarktetet gemeinsam mit der deutschen Firma Biontech einen Corona-Impfstoff. Der Konzern ist 1849 gegründet worden und forscht unter anderem an Präparaten zur Therapie von bisher schwer behandelbaren Erkrankungen wie Alzheimer, HIV/Aids oder Krebs. Pfizer ist zudem als Hersteller des Potenzmittels Viagra bekannt geworden.

Die Geschäfte laufen gut, auch dank der Zusammenarbeit mit Biontech. Anfang Mai hob Pfizer seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 deutlich an. So werden nun Umsatzerlöse von 70,5 bis 72,5 Mrd. US-Dollar erwartet. Zuvor lag die Prognose bei 59,4 bis 61,4 Mrd. US-Dollar. Im ersten Quartal 2021 zog der Umsatz um 45 Prozent auf 14,58 Mrd. US-Dollar an. Der Gewinn legte um 45 Prozent auf 4,88 Mrd. US-Dollar zu.

Anfang Juni zahlte Pfizer eine Dividende in Höhe von 39 US-Cents für das zweite Quartal 2021 an seine Aktionäre aus. Damit wurde die 330. vierteljährliche Dividende in Folge ausbezahlt. In diesem Jahr wurde die Ausschüttung das zwölfte Jahr in Folge angehoben.
Werner W. Rehmet ist der Gründer und Herausgeber von MyDividends. Nach seinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium durchlief er mehrere Stationen bei renommierten Bankhäusern. In langjährigen Aufenthalten an der Wall Street und an wichtigen Finanzzentren wie Zürich setzte er sich intensiv mit verschiedenen Börsenthemen auseinander. Hier folgten auch erste Medienauftritte und Publikationen zu zahlreichen Börsenthemen. Seine umfangreichen Kenntnisse im Börsengeschäft führten schließlich zur Gründung der Börsenplattform MyDividends.de, die sich ausschließlich dem Thema Dividenden widmet, unter dem Motto „der Ertrag zählt“.
Hinweis: Werner W. Rehmet kann Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten und somit kann ein möglicher Interessenskonflikt bestehen.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

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