Green Finance - und die deutsche Entwicklungshilfe

Lisa Meier, DHBW Ravensburg
Bild(er): BBAG/MG&UK
Öko ist in - nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Geldanlage. Spätestens seit 2015 das erste universelle Klimaabkommen verabschiedet wurde, ist das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzbranche fest verankert. Die G20-Staaten setzen dabei auf “Green Finance”, was als innovativer Ansatz deutscher Entwicklungszusammenarbeit gilt. Doch passen gutes Gewissen und Profit zusammen?

Green Finance im Kampf gegen den Klimawandel

Nachdem die Welt in letzter Zeit vermehrt von Naturkatastrophen erschüttert wurde, sind Politiker, Unternehmer und auch große Teile der Bevölkerung bemüht, die Klimaerwärmung zu stoppen. Ziel ist es, die Welt hin zu einer CO2-reduzierten und ressourceneffizienten Wirtschaft zu entwickeln. 
 
“Green Finance” beschreibt dabei eine Strategie, die ökologisches Wirtschaftswachstum in den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit fördern soll, da vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer Probleme haben, sich an den Klimawandel anzupassen. Die G20-Staaten wollen dabei die Partnerländer beim Ausbau und der Förderung stabiler Finanzsysteme unterstützen, um so Risiken zu minimieren.

Nachhaltigkeit in der Finanzbranche

Bei diesem Transformationsprozess spielt der Finanzsektor eine entscheidende Rolle. Nachhaltige Kapitalanlagen gewinnen an Bedeutung. “Investoren können den Klimawandel nicht mehr länger ignorieren”, so Blackrock, einer der weltweit größten Vermögensverwalter. Und das scheint sich auszuzahlen, denn das globale Volumen hat sich mit 23 Billionen US-Dollar in den letzten zehn Jahren fast versechsfacht. In Deutschland wurden im Jahr 2015 rund 326 Milliarden Euro in grüne Fonds investiert.

Grün lohnt sich auch ohne Rendite

Während Green Finance bei institutionellen Anlegern bereits ein wichtiges Kriterium darstellt, scheinen Privatanleger noch etwas zu zögern, wie die Verteilung der entsprechenden Fonds in Deutschland zeigt. Grund dafür ist zum einen die unklare Definition von “nachhaltig”, sowie das Problem der unterschiedlichen Rendite der Nachhaltigkeitsfonds. Die Performance ist schlussendlich eine Frage des Zeitraums, das unterscheidet sie nicht von anderen Fonds. Bisher schnitten manchmal die Nachhaltigen besser ab, manchmal die klassischen Fonds. Aber ist das überhaupt so wichtig? Denn wir alle sollten uns eines bewusst machen: Wer in Green Finance und somit in Nachhaltigkeit investiert, setzt sich gleichzeitig für eine bessere Zukunft unseres Planeten und jedes einzelnen Bewohners ein.
Studentische Profis
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im idyllischen Ravensburg bietet mit einem voll ausgestatteten Fernseh- und Hörfunkstudio optimale Möglichkeiten, um praxisnah und berufsbegleitend zu studieren. Im Wintersemester 2018/2019 besuchten die Studentinnen und Studenten im Studiengang »Medien- und Kommunikationswirtschaft/Unternehmenskommunikation und Journalismus« den Kursus »Investor Relations/Börsen-Kommunikation«. Kursleiter Ulrich Kirstein, Pressesprecher und Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Börse München, gab den Kursteilnehmern die Aufgabe, sich Gedanken zum Thema "Nachhaltigkeit, nachhaltiges Investieren" zu machen. Dabei kamen höchst unterschiedliche Beiträge, die mal mehr, mal weniger mit dem Börsengeschehen zu tun haben, zusammen - Vorgaben gab es nicht.
Die Studentinnen und Studenten sind, wenn sie nicht in Ravensburg studieren, bei Unternehmen, Pressebüros oder Verlagen tätig. Die Artikel sollen in unregelmäßigen Abständen in den nächsten Wochen veröffentlicht.