Keine Entwarnung von politischer Seite

Robert Greil, Merck Finck Privatbankiers
Robert Greil / Bild: Merck Finck Privatbankiers
Bei den politischen Hauptthemen Brexit und Handelskonflikte zeichnen sich weiterhin keine konkreten Lösungen ab. Die beiden Damoklesschwerter Brexit und Handelskonflikt USA-China werden auch im April über den Börsen schweben. Immerhin enttäuschten zuletzt einige Konjunkturdaten weniger als zuvor, eine echte Wende für den moderateren Wachstumstrend ist das aber noch nicht. Mit Blick auf die Aktienmärkte wäre darauf hinzuweisen, dass die Gewinnerwartungen der Analysten realistischere Niveaus als vor einigen Monaten erreicht haben und mit dem April auch ein saisonal bedingt relativ guter Börsenmonat bevorsteht.

Nicht nur Brexit

Neben dem allgegenwärtigen Brexit stehen nächste Woche eine Reihe von Makrodaten im Fokus: In Deutschland kommt am Montag das Ifo-Geschäftsklima. Angesichts der heutigen schwachen März-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland droht dort der siebte Rückgang in Folge. Am Dienstag folgt das wohl weiter vergleichsweise stabile Gfk-Verbrauchervertrauen, bevor in Deutschland am Donnerstag die Inflationszahlen für März sowie am Freitag der entsprechende Arbeitsmarktbericht die Woche abschließen. Für die gesamte Eurozone sind das Wirtschaftsvertrauen am Donnerstag und die März-Inflationszahlen am Freitag die wichtigsten Veröffentlichungen.

USA und Asien mit Frühindikatoren

In Amerika blicken die Märkte am Dienstag auf das US-Verbrauchervertrauen für März, bevor am Donnerstag die dritte Schätzung des Wirtschaftswachstums im vierten Quartal 2018 publiziert wird. Am Freitag folgen schließlich noch Inflationsdaten. Und in Asien kommen am Freitag Japans Arbeitsmarktbericht für Februar sowie Industrie- und Einzelhandelszahlen für diesen Monat, bevor am Sonntag Chinas offizielle Einkaufsmanagerindizes für März anstehen.
Robert Greil ist Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers