Mit den Brexit-Abstimmungsergebnissen dürften die Finanzmärkte gut leben können

Robert Greil, Merck Finck Privatbankiers
Robert Greil / Bild: Merck Finck Privatbankiers
Alle Augen nach London: Dort sollen ab Dienstag bis Donnerstag bis zu drei Abstimmungen zum weiteren Prozedere in Sachen Brexit stattfinden. Wir halten zwei Szenarien für wahrscheinlich: Theresa May muss möglicherweise ein wenig nachjustieren und das Parlament stimmt diesem Deal dann zu. Oder das Abgeordnetenhaus lehnt den Deal ab, und der Austrittstermin 29. März wird verschoben. Mit beiden Optionen könnten die Finanzmärkte gut leben. Das Negativ-Szenario einer Mehrheit für einen harten Brexit ohne Vertrag halten wir für unwahrscheinlich. Damit dürften sich Investoren den eigentlich entscheidenden Fragen zuwenden: Die Börsen werden sich nächste Woche auf die zahlreichen Konjunkturdaten und auf die Entwicklung des Handelskonflikts zwischen den USA und China konzentrieren. Schließlich hoffe der Markt hier noch im März auf einen „Deal“.

USA liefern große Menge an wichtigen Daten

Aus den USA kommen nächste Woche die meisten und wichtigsten Makrozahlen: Nach den Einzelhandelsumsätzen im Januar am Montag sind dies am Dienstag die Februar-Inflationsdaten, am Mittwoch die Produzentenpreise und Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, sowie am Freitag die Industrieproduktion im Februar sowie das vorläufige Michigan-Verbrauchervertrauen für März.

Blick auf die globalen Highlights der Woche

In Europa ist die Agenda mit der deutschen Industrieproduktion (für die Eurozone am Mittwoch) und der Handelsbilanz am Montag sowie den finalen Februar-Inflationszahlen am Donnerstag (für die Eurozone am Freitag) viel dünner. In Großbritannien werden die Produktions- und Handelsbilanzzahlen am Dienstag veröffentlicht. Und während in Japan die Sitzung der Notenbank am Freitag das Highlight ist, sind es in China die Februar-Zahlen für die Industrie und den Einzelhandel am Donnerstag.
Robert Greil ist Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers