Weltfrauentag am 8. März: Bringt den Feminismus auch zur Börse!

Sophie Lexhaller zur AXA Studie
Bild: J. Howard Miller's "We Can Do It!" poster from 1943
• AXA Studie zeigt große Unterschiede in Sachen Geldanlage bei Männern und Frauen.
• Frauen fehlt es an Selbstbewusstsein in Finanzfragen.
• Frauen haben den Nullzins akzeptiert, Männer hoffen auf steigende Zinsen.

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Thema Geldanlage

Eine Studie der AXA zu Altersversorgung und Geldanlage zeigt, dass doppelt so viele Frauen wie Männer sich keine Aussage darüber zutrauen, welche Geldanlage für einen langfristigen Vermögensaufbau am geeignetsten ist.
 
Ein Blick auf Investitionen an der Börse macht deutlich, dass nur rund jede dritte Frau diese Möglichkeit als „hochinteressant“ empfindet, wohingegen jeder zweite Mann großes Interesse für diese Option an den Tag legt. Woher kommt das mangelnde Interesse der Frauen? Hängt das wirklich mit der Angst vor dem Verlust zusammen oder lässt sich doch ein tiefer liegendes Motiv finden?

Fehlender Feminismus am Kapitalmarkt

Schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts kämpfen Frauen für ihre Rechte und für die Gleichstellung mit dem Mann. Sie haben das fest verankerte Bild der Geschlechterrollen über den Haufen geworfen. Inzwischen ist es normal, dass Frauen Karriere machen und finanziell auf eigenen Beinen stehen. Doch es gibt noch viel zu tun. Die AllBright-Stiftung setzt sich für mehr Frauen in Führungspositionen ein und hat sich den Frauenanteil in den Vorständen der 160 deutschen Börsenunternehmen angesehen. Von 697 Vorstandsmitgliedern, die es zum Stichtag 1. September 2018 in Deutschland gab, waren lediglich 56 Frauen. 110 Unternehmen hatten sogar überhaupt keine Frau im Vorstand.

Frauen akzeptieren den Nullzins, Männer hoffen auf bessere Zeiten

Männer trauern noch immer den alten Zeiten hoher Zinsen hinterher, Frauen sehen das realistischer. Ein Drittel der Männer, aber nur jede fünfte Frau erwartet, dass die Zinsen in den nächsten zwei Jahren steigen. Jede zehnte Frau erwartet sogar, dass die Zinsen noch weiter fallen.
 
Monika Tautorus, Leiterin Produktservices Vorsorge bei AXA in Deutschland erklärt, dass „ es gerade Frauen (sind), die im Alter häufiger mit einer Vorsorgelücke zu kämpfen haben“. Also, von Frau zu Frau: Wir dürfen das Geldanlegen nicht den Männern überlassen! Stattdessen sollten wir uns über die vielen Möglichkeiten informieren und uns Gedanken machen, um auch im Alter bestens versorgt und unabhängig zu sein. Bringen wir den Feminismus in den Kapitalmarkt, denn auch hier sollten die Klischee-Geschlechterrollen längst Geschichte sein.