BÖRSENAUSBLICK VOM 17. JUNI 2013
Anhaltende Unsicherheit bei Anlegern
Die internationalen Aktienbörsen haben sich in der vergangenen Woche schwankend präsentiert und letztlich Verluste verzeichnet. Nach Angaben von Beobachtern herrschte unter den Anlegern weiterhin eine große Unsicherheit. Diese bezog sich in erster Linie auf die künftige Geldpolitik der internationalen Notenbanken und vor allem auf die der US-Zentralbank Fed. Daneben machten sich aber auch die Unruhen in der Türkei sowie die Anhörung des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm negativ bemerkbar. In diesem Umfeld sei es wenig überraschend, wenn die Anleger nach den erheblichen Kurssteigerungen der vorangegangenen Wochen Gewinne realisierten, sagten Experten. Auf Wochensicht gab der Deutsche Aktienindex (Dax) um 1,5 Prozent auf 8.127,96 Punkte nach. Der HAFixD-Index ging um 0,9 Prozent auf 2.350,39 Zähler zurück.
Was wird Ben Bernanke tun?
Der mit der größten Spannung erwartete Termin in der aktuellen Woche dürfte am Mittwoch sein. Dann findet die Ratssitzung der US-Notenbank Fed statt und die Anleger erhoffen sich Signale von Fed-Chef Ben Bernanke über deren weiteren Kurs – und dabei vor allem darauf, wann die Fed damit beginnen wird, ihre monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Hierüber sind sich die Experten derzeit uneinig. Angesichts dieses sicherlich dominanten Themas dürften die kommenden Konjunkturdaten etwas in den Hintergrund treten, zumal nicht allzu viele hochkarätige Veröffentlichungen auf der Agenda stehen. Zu den wichtigsten Daten gehören der New York Empire State Index, der Philadelphia Fed Index und neue Daten vom US-Immobilienmarkt. Aus Europa kommen Einkaufsmanagerindizes, hierzulande dürfte zudem der ZEW-Index im Fokus der Anleger stehen. Er wird am Dienstag veröffentlicht. Daneben blicken die Investoren mit großem Interesse auf Signale von der chinesischen Wirtschaft, die nach Ansicht von Marktbeobachtern in naher Zukunft ein spürbares Risiko für die internationalen Börsen darstellen könnte, sollte dort das Wirtschaftswachstum nachlassen.
Ungeachtet der möglichen Risiken melden sich aber auch Analysten zu Wort, die die jüngsten Kursrücksetzer als eine gute Einstiegschance in eine aus ihrer Sicht grundsätzlich intakte Aufwärtsbewegung an den Aktienbörsen sehen. Am Freitag könnte der große Verfallstag an den Terminbörsen für Turbulenzen sorgen.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag, 17.06.:
Beschäftigte im verarbeitende Gewerbe in Deutschland im April; Europäische Außenhandelszahlen für April; New York Empire State Index für Juni (USA); US-Hausmarktindex der National Association of Home Builders/Wells Fargo für Juni
Dienstag, 18.06.:
ZEW-Index für Juni (Deutschland); Kfz-Neuzulassungen in Westeuropa im April; US-Verbraucherpreise im Mai; US-Wohnbaubeginne und -genehmigungen im Mai; Industrieproduktion in Japan im April
Mittwoch, 19.06.:
Produktion im Baugewerbe in der EU im April; Ratssitzung der US-Notenbank
Donnerstag, 20.06.:
Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und die Eurozone für Juni; Dienstleistungsindizes für Deutschland und die Eurozone für Juni; Erzeugerpreise in Deutschland im Mai; Philadelphia Fed Index für Juni (USA); US-Frühindikatoren für Mai; Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Mai
Freitag, 21.06:
Großer Verfallstag an den Terminbörsen; Leistungsbilanz für die Eurozone für April
